Frankfurter Neue Presse, 21.02.2006 (Nicole Jost)

Dieter Bahr gab sich große Mühe, die Konzepte zur Sanierung der Langener Stadthalle vorzustellen. Die FDP hatte alle Bürger eingeladen, die vielleicht noch die ein oder andere Frage zu den unterschiedlichen Lösungen haben. Rund 20 Langener waren in den Studiosaal der Stadthalle gekommen und lauschten den Vorschlägen, über die am 9. März in der Stadtverordnetenversammlung entschieden werden soll. "Wir waren uns in der Arbeitsgruppe einig, dass die Sanierung der haus- und bühnentechnischen Anlagen sowie die Elektrotechnik und die Erweiterung des Regiestandes gleich mit in Angriff genommen werden sollen", erläuterte der FDP-Fraktionschef. Auch die Ausbildung einer neuen Nordfassade werde derzeit favorisiert: "Wie waren 1974 sehr stolz auf unsere neue Stadthalle, aber jetzt, 30 Jahre später, ist sie eben nicht mehr so attraktiv", sagte Bahr. Die alten Kegelbahnen im Keller des Gebäudes müssen wahrscheinlich weichen. "Wo sollen dann die Hobbykegler hin?", fragte ein Bürger. Die Sportkegler fänden vermutlich bei der SSG einen Platz, dort seien aber die Hobbykegler nicht gefragt. "Die Bahnen hier im Keller sind Kommunikationspunkt von vielen Keglergruppen", erklärte der Herr dem Publikum, der auch gleich vorschlug, doch zugunsten des Erhalts der Bahnen lieber auf einen Teil der geplanten Konferenzräume zu verzichten. Diesen Wünschen konnte Dieter Bahr kaum Hoffnung machen. "Die Kegelbahnen sind wohl den Aufwand nicht mehr wert, die Statistiken verraten einen Rückgang der Belegungen, und so haben die Gutachter gesagt, die Kosten hierfür seien ein belastender Faktor, der sich nicht rechnet." Fragen warfen auch die neu geplanten Parkplätze hinter der Halle auf, da auch keine Tür am hinteren Teil vorgesehen ist. "Wenn es regnet, ist es ganz schön weit zum Haupteingang", kritisierten die Langener. Eine weitere Anregung, auch Solarenergie zu nutzen, soll nach Angaben von Ullrich Krippner und Dieter Bahr im Arbeitskreis aufgenommen werden. "Die Garderobe ist nach wie vor im unteren Geschoss geplant. Um in den großen Saal zu kommen, muss man durch den kleinen Saal durch, und die Parkplatzlösung ist auch nicht optimal. Ist es nicht vielleicht doch besser, den ganzen Kram abzureißen und ein Haus zu bauen, bei dem nicht so viele Kompromisse eingegangen werden müssen?", fragte einer der Besucher. "Natürlich haben wir uns in der vergangenen Zeit auch mit einem kompletten Neubau befasst, neben den Kosten spricht aber vor allem die komplette Schließung der Stadthalle für ganze zwei Jahre dagegen. Bis die neue Halle eröffnet werden kann, sind alle Stammkunden davongelaufen", erläuterte Bahr die Befürchtungen der Arbeitsgruppe und des Magistrats.

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