Dreieich Zeitung, 13.01.2011

Langen (DZ/hs) - Es ist dieser Tage nicht leicht, ein Freidemokrat zu sein. Allein der Blick auf die aktuellen Umfragewerte - laut dem Wahlforschungsinstitut "Infratest dimap" käme die FDP gegenwärtig bundesweit nur auf vier Prozent - kann bei überzeugten Liberalen gewaltige Depressionen auslösen. Doch trotz der von Rolf Diefenthäler konstatierten "steifen Brise", für die auch der Vorsitzende des Langener Ortsverbandes die Entscheidungsträger in Berlin verantwortlich macht, waren die örtlichen FDPler bei ihrem am vorigen Donnerstag im Steigenberger-Hotel über die Bühne gegangenen Dreikönigstreffen weit davon entfernt, den Kopf in den Sand zu stecken.

 

"Wir sind etwas anderes als die Bundespartei, machen gute Kommunalpolitik und werden trotz des Gegenwinds ein gutes Ergebnis erzielen", zeigte sich der Vize-Boss Günther Krumm mit Blick auf die bevorstehende Kommunalwahl zuversichtlich, dass seine Partei dabei ordentlich abschneiden wird.

Das hofft natürlich auch Diefenthäler, der wie andere Redner für eine Stärkung der kommunalen Wirtschaftsförderung plädierte: "Der aktuelle Aufschwung darf in Langen nicht verschlafen, sondern es müssen für ansiedlungswillige Unternehmen die Voraussetzungen geschaffen werden." Dafür und für das einheimische Gewerbe will sich die FDP auch in Zukunft stark machen.

Noch etwas anderes liegt Dieter Bahr am Herzen. "Wir müssen offen für Neues sein, kreativ werden und die mit dem Motto 'Das war ja noch nie da' versehene Gedankenbremse überwinden", erklärte der Fraktionsvorsitzende, der sich überdies dafür aussprach, "Visionen zu studieren und Kreativität für das Gute zu entwickeln".

Zuvor müsse jedoch "unser Ansehen in der öffentlichkeit wieder hergestellt und das Vertrauen in uns wieder aufgebaut werden", wollte Christian Jaensch die gesamtpolitische Lage seiner Partei nicht ausblenden. Gelingen könnte dies nach Meinung des Neuzugangs aus Egelsbach dadurch, "dass wir nicht nur Gebühren erhöhen und die Unterstützung für wichtige Einrichtungen kürzen“, sondern auch intelligente Gewerbeansiedlung betreiben". Doch ob die der FDP aus dem Tal der Tränen hilft? Am 27. März wird man's sehen.

 

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