Die Liberalen rechnen sich bei der Bürgermeisterwahl nur geringe Chancen aus
Frankfurter Neue Presse, 27.03.2007

Langen. Die Bürgermeisterwahl im kommenden Januar wirft lange Schatten voraus. Schon mehrere Kandidaten haben ihren Namen in den Ring geworfen, um die Nachfolge von Dieter Pitthan (SPD) anzutreten. ?Einige Parteien zerfleischen sich bereits, andere versuchen, nach außen Einigkeit zu demonstrieren?, brachte es Jens Becker, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Langen, bei der Jahreshauptversammlung der Liberalen auf den Punkt. Dem Vorbild der anderen Parteien und Interessengemeinschaften will die FDP nicht nacheifern: Einen liberalen Bürgermeisterkandidaten wird es auch diesmal nicht geben.

?Wir verlieren mit Dieter Pitthan einen guten Bürgermeister. Er hat es verstanden, gute Politik zu machen, die wir zum Teil auch gerne mitgetragen haben. Wir hatten viele gemeinsame Nenner, und Pitthan hat sich öfter mit seiner eigenen Partei gestritten als mit uns?, würdigte Becker die Verdienste des altgedienten Sozialdemokraten. Daher habe sich die Langener FDP auch in den vergangenen beiden Wahlkämpfen für Pitthan ausgesprochen.

Nach eigenen Angaben will die FDP für die Bürgermeisterwahl keinen ?Alibi-Kandidaten? aufstellen, der es ? so die eigene Einschätzung ? nur auf ein paar Prozent der Wählerstimmen bringe. ?In Langen bekäme ein FDP-Mann ohnehin keine Mehrheit. Wir können nicht gewinnen, und nur für einen Achtungserfolg ist der Zeit- und Geldaufwand zu hoch?, sagte der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende Günther Krumm. Die FDP sei in Langen ganz einfach zu klein.

Ob und welchen Anwärter auf das Amt des Bürgermeisters die Liberalen unterstützen werden, will die Partei in einer Mitgliederversammlung klären. Mit der entsprechenden Beratung hat es noch Zeit, da alle Kandidaten erst im November feststehen werden.

Gegenwärtig sei es nach Krumms Einschätzung ohnehin fraglich, ob alle, die derzeit das Amt in der Verwaltungsspitze anstreben, auch noch zum Jahresende auf dieser Liste stünden. ?Für den Wahlausgang kann auch nicht allein entscheidend sein, was ein Kandidat in Bezug auf die Bahnstraße oder einen Platz für das Altenheim gegenwärtig vor hat. Wichtig sind auch viele Faktoren, die nicht unbedingt nur etwas mit Politik zu tun haben?, führte Krumm aus.

Ein Bürgermeister müsse kompetent sein, Ausstrahlung haben und Führungsstärke an den Tag legen, sein Amt ausfüllen und die Sterzbachstadt auch in die Zukunft führen können. (hmf)

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