Matthias Schmidt

Mit 18 Kandidaten wollen die Liberalen in die Kommunalwahl ziehen, das beschloss die eigens zur Aufstellung der Kommunalwahlliste einberufene Versammlung des Langener Ortsverbandes. Aufgeboten wird in bewährter Weise eine Mischung aus Jung und Alt. Auf die ersten Listenplätze wurden der Fraktionsvorsitzende Dieter Bahr, Magistrat Günther Krumm und Ortsvorsitzender Matthias Schmidt gewählt. An Position 4 und 5 folgen zwei erst seit kurzem der FDP angehörige Mitglieder: Rolf Diefenthäler und Mathias Riehl. Roland Kirchner auf Position 6 rundet das Bild der Spitzenkandidaten ab.

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Bild (vlnr): Dieter Bahr, Günther Krumm, Matthias Schmidt, Mathias Rhiel, Rolf Diefenthäler, Roland Kirchner

Aber nicht nur über Personelles wurde entschieden. Um die inhaltliche Marschrichtung festzulegen, gaben sich die Mitglieder des Ortsverbandes auch ein Wahlprogramm, das von einer gesondert dafür einberufenen Arbeitsgruppe zusammengestellt und vom Ortsvorsitzenden Matthias Schmidt vorgestellt wurde.

Darin streben die künftigen Stadtverordneten der FDP einen ausgeglichenen kommunalen Verwaltungshaushalt, der ohne neue Schulden oder ein Anzapfen der Rücklage auskommt, innerhalb der nächsten 3 - 5 Jahre an. Dies soll unter anderem errreicht werden durch Einsparungen in der Verwaltung und eine angemessene Erhöhungen der Kindergartengebühren. Damit ist die schon längere Zeit propagierte Drittelregelung gemeint, wonach 1/3 der Kosten von den Eltern aufgebracht werden soll. Eine solche Anpassung steht auch in völliger Übereinstimmung mit dem Gebot, Gebührenhaushalte möglichst auszugleichen. Die Stadt ist sich aber weiterhin ihrer sozialen Verantwortung bewußt und wird 2/3 der Kosten tragen.

Außerdem soll die Haushaltssanierung ohne eine Erhöhung der Gewerbe- oder Grundsteuer erreicht werden. Die Politik muss endlich lernen, mit dem Geld auszukommen, was momentan eingenommen wird und nicht ständig neue Steuererhöhungen erfinden.

Im Verkehrsbereich tritt der Ortsverband für eine gute Zugänglichkeit der Innenstadt auch mit dem Auto und gegen eine weitere Behinderung des Individualverkehrs ein. Insbesondere sprechen sich die Liberalen gegen die Ausweitung von Tempo-30-Zonen aus. Langen muss auch künftig gerade von außerhalb gut erreichbar sein, um Kaufkraft in der Stadt zu halten und dazu zu gewinnen.

Ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Attraktivität ist sicherlich auch die Verbesserung der Sicherheitslage. Präventivrat und Citystreife müssen wieder eine effektivere Arbeit leisten.

Nicht zuletzt steht eine Erhaltung des kulturellen Angebotes auch und gerade in der Stadthalle auf der Agenda. Die Entscheidung, wie es mit der Stadthalle weitergehen soll, muss zügig getroffen werden.

Ein lange gehegter Wunsch der Langener FDP könnte bald in Erfüllung gehen: Die Einrichtung eines Seniorenwohnprojekts auf dem alten SSG-Platz. Bis es soweit ist, könnte allerdings noch etwas Zeit vergehen, so dass dieser Punkt vorsichtshalber auch wieder im Wahlprogramm zu finden ist.

Für die kommende Kommunalwahl wollen die FDP-ler den Schwung aus der Bundestagswahl mitnehmen und ein bis zwei zusätzliche Stadtverordnete ins Parlament schicken. Das Potential ist, wie das gute Abschneiden vor einigen Wochen zeigte, sicher vorhanden.