"Türöffner" bei der Stellensuche

Lobbyisten unverzichtbar für Stützpunktmanager

Langen (dd) - Nicht jammern, sondern anpacken ist das Motto von

Steuerberater Ulrich Krippner. "Unternehmer müssen wieder soziale Verantwortung übernehmen", sagt er. Krippner selbst geht mit gutem Beispiel voran. Seit einem Jahr engagiert er sich für die BerufsWegeBegleitung in Langen. Gemeinsam mit dem ehemaligen Geschäftsführer des Flugplatzes Egelsbach, Karl Weber, dem früheren städtischen Wirtschaftsförderer Manfred Klein und dessen Nachfolger Helmut Simon gehört Krippner zum Kreis der Lobbyisten der BerufsWegeBegleitung. Sie bringen das Angebot für junge Menschen bis 27 Jahre bei Langener Unternehmern ins Gespräch, fungieren quasi als "Türöffner" für Stützpunktmanager Harald Ehrig bei der Suche nach weiteren Ausbildungs- und Praktikantenstellen. Jugendlichen mit einem schlechten oder gar keinem Schulabschluss hilft die BerufsWegeBegleitung, den Einstieg ins Berufsleben zu finden. "Ich wünsche mir, dass Jugendliche mit einer weniger guten Ausgangslage auch eine Chance bekommen", sagt Krippner. Der Vater zweier Kinder nutzt jede Gelegenheit, um das Angebot ins Gespräch zu bringen. Ob als Vorsitzender des Langener Gewerbevereins oder aktives Mitglied der FDP - Krippner sucht entweder den persönlichen Kontakt mit anderen Unternehmern oder verschafft Ehrig Raum für eine kurze Vorstellung der BerufsWegeBegleitung im Rahmen von Veranstaltungen. Krippner steht auch praktisch hinter der BerufsWegeBegleitung. Ende vergangenen Jahres absolvierte eine 19- jährige allein erziehende Mutter ein zweiwöchiges Praktikum in seiner Kanzlei, um einen ersten Einblick in den Büroalltag zu bekommen. Eine Ausbildungsstelle konnte Krippner der jungen Frau nicht anbieten, da sich zu der Zeit bereits drei Auszubildende im Betrieb befanden und die Kapazität begrenzt ist. Doch wie wichtig allein eine erste Orientierung für die meisten Jugendlichen ist, unterstreicht Diplom-Pädagoge Ehrig. "Oft wissen die Jugendlichen nicht, in welche Richtung sie gehen wollen oder haben falsche Vorstellungen von einem Berufsbild", sagt Ehrig. Er steht den jungen Leuten auch nach einem Praktikum mit Rat und Tat zur Seite, indem er ihnen Weiterbildungsmöglichkeiten oder andere Berufszweige vorschlägt und ihnen bei der Suche nach einem weiteren Praktikumsplatz hilft. Dass bereits ein Praktikum die Jugendlichen motiviert und Perspektiven schafft, hat Krippner am eigenen Leib erfahren. Seine Praktikantin hatte Tränen in den Augen, als er ihr nach dem Vorstellungsgespräch eröffnete, dass sie die Stelle bekommen würde. "Die Dankbarkeit der Jugendlichen für eine Chance ist groß", weiß Uli Krippner, dem es am Herzen liegt, viele weitere Unternehmer ins Boot zu holen. Viermal pro Jahr treffen sich die Lobbyisten mit Ehrig und Carsten Weise von der Stadt Langen. Dann berichten sie von Erfolgen und sprechen über neue Wege, wie sie den Bekanntheitsgrad der BerufsWegeBegleitung erhöhen können. "Da wir einfach viel über persönliche Kontakte und Beziehungen erreichen, überlegen wir natürlich auch, wen wir in unseren Kreis aufnehmen könnten", erzählt Krippner. Denn Lobbyisten üben eine Multiplikatorenwirkung aus. Je mehr sich für das Projekt engagieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, vielen Jugendlichen eine Chance zum Einstieg in den Beruf zu ermöglichen.

Langener Zeitung vom 28.02.05

Ihr Bundestagskandidat

KRK

Wahlprogramm

Wahlprogramm2016