Liberale stärken Pitthan den Rücken

Von Nicole Jost (FNP 07.01.05)

Langen. Die FDP-Fraktion steht zu der individuellen Gestaltung Langens. Wir schielen nicht auf bessere oder schlechtere Beispiele. Langen hat sein unverwechselbares Image, an dem gilt es weiter zu bauen, erklärte Dieter Bahr, Fraktionsvorsitzender der Langener Liberalen beim Dreikönigstreffen im Steigenberger Maxx-Hotel. Zum 16. Mal in Folge insgesamt und zum zehnten Mal im gleichen Haus, hatten die Liberalen zu ihrem Neujahrsempfang der besonderen Art in das Hotel eingeladen. Natürlich war die Lokalpolitik das Hauptthema: "Wir werden am 25. Januar den Langener Haushalts- und Budgetplan verabschieden, den wir schon vor vier Wochen, am 9. Dezember für annehmbar beurteilt haben", erklärte Dieter Bahr, die FDP habe damit die Überzeugung ausgedrückt, dass sie aus der Diagnose "strukturelles Haushaltsdefizit" lernen und eine Therapie finden werden. "Das ist ein gemeinsamer Prozess und das ist auch ein langfristiger Prozess. Es lohnt sich ihn in Angriff zu nehmen", beteuerte der Fraktionsvorsitzende. Für die Unterstützung der FDP bedankte sich Bürgermeister Dieter Pitthan, der zur Überbringung der Neujahrsgrüße gekommen war: "Ich verstehe jetzt immer noch nicht, warum CDU, FWG und ein großer Teil der Grünen den Haushalt abgelehnt haben. Es kommen jetzt Fragen, bei denen ich mich wundere, warum sie nicht im Oktober schon gestellt wurden", sagt Pitthan. Die Stadt sei mit dem noch nicht verabschiedeten Haushalt in ihren Finanzen sehr eingeschränkt. "Wir haben schon viel Zeit verloren - Zeit die gerade den Vereinen bei der Bezuschussung fehlt - damit ist die Förderung von Traditionsveranstaltungen wie dem Ebbelwoifest in wirklicher Gefahr", befürchtet der Bürgermeister. Denn wenn der Haushalt im Januar beschlossen werden sollte, dauere es noch bis Mai, bis die Genehmigung der Kommunalaufsicht komme. "Ich hoffe jetzt wirklich auf einen Sieg der Vernunft", sagte Dieter Pitthan. Auch der Liberale Jens Becker, Mitglied des Ausschusses für Soziales, Kultur und Sport, widmete sich der Kommunalpolitik, allerdings eher im Rückblick: Als einen der Höhepunkte bezeichnete er die Entscheidung des Stadtparlamentes die Kindergartengebühren neu zu regeln. "Spätestens seit der Pisa-Studie wissen wir, wie wichtig eine gute schulische Vorbildung für unsere nächste Generation ist. Deswegen sind wir der Meinung, von Eltern einen höheren Beitrag für die Kindererziehung einfordern zu können, um die hohe Qualität des derzeitige Betreuungsangebotes auch künftig zu sichern." Dafür habe sich derzeit noch keine Mehrheit gefunden, aber die Satzung sei jetzt so angepasst worden, dass die Gebühren jederzeit korrigierbar seien. Für das kommende Jahr kündigte Jens Becker die Unterstützung der Fördervereine der Langener Grundschulen an und auch das Altenwohnprojekt müsse wieder angesprochen werden.

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Bild (vlnr): Günther Krumm, Matthias Schmidt, Jens Becker, Ursula Zimmermann, René Rock (Kreisvorsitzender), Dieter Bahr