Stadthallenumbau: FDP will endlich die Pläne sehen

Dreieich Spiegel 21.04.05

Langen (DS/hs) - Schon seit langem sind sich die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik darüber einig, dass die in die Jahre gekommene Stadthalle saniert und umgebaut werden muss. Doch da es verschiedene Varianten gibt, die von eher kosmetischen Eingriffen bis zum Totalabriss reichen, wollte das Stadthallen-Management die einzelnen Modelle durchrechnen, um den zuständigen Gremien eine gehaltvolle Entscheidungsgrundlage an die Hand geben zu können. Bis Ende Oktober sollten die betriebswirtschaftlichen Pläne inklusive der Planung für einen Gastronomiebetrieb für die einzelnen Varianten vorgelegt werden, war im September letzten Jahres aus dem Rathaus zu vernehmen. Doch leider hat sich seither nichts getan. Zumindest ist nichts an die Öffentlichkeit gedrungen, was die FDP-Fraktion nun dazu veranlasst hat, vom Magistrat Informationen zum aktuellen Stand der Planungen zu erbeten. Schließlich habe auch die "Projektgruppe Stadthalle" schon seit längerem nicht mehr getagt, moniert der FDP-Fraktionsvorsitzende Dieter Bahr und bittet deshalb in einem Schreiben an Bürgermeister Dieter Pitthan "eindringlich um einen definitiven Termin der Vorlage der Stadthallenpläne". Dies sei nicht zuletzt deshalb nötig, weil "eine nennenswerte Zahl von weiteren Projekten erheblichen Ausmaßes mit intensivem Beratungsbedarf" auf die Stadtverordneten zukomme.


Stadthalle: FDP ungeduldig

Langener Zeitung 16.04.05

Langen (fm) - Es ist das mit Abstand größte Projekt - mit Ausnahme des Programms "Soziale Stadt" im Nordend -, das die Verantwortlichen im Langener Rathaus vor der Brust haben. Allein: Es ist ziemlich still geworden um die Pläne zu Sanierung und Umbau der Stadthalle. Zu still, meint die FDP. Deren Fraktionsvorsitzender Dieter Bahr hat Bürgermeister Dieter Pitthan jetzt eine E-Mail in dieser Angelegenheit geschickt und fordert Informationen zum aktuellen Stand.

Zuletzt habe er im September vergangenen Jahres etwas zu diesem Thema gehört, schreibt Bahr. Damals habe der zuständige Fachdienst berichtet, dass verschiedene Varianten durchgerechnet würden. Seinerzeit habe es geheißen, das Management der Stadthalle wolle bis Ende Oktober die betriebswirtschaftlichen Pläne inklusive eines Konzepts für die Gastronomie samt Alternativen vorlegen. Bis heute sei nichts geschehen, ärgert sich der FDP-Fraktionschef.

Weil auch die schon vor Jahren eigens eingesetzte Projektgruppe seit längerem nicht mehr getagt hat, ist Dieter Bahr jetzt der Geduldsfaden gerissen. "Sehr geehrter Herr Bürgermeister (lieber Dieter)", schreibt er. "Wir bitten eindringlich um einen definitiven Termin der Vorlage der Stadthallenpläne."


Die Stadthalle: Wie neu?

Wir wissen es seit rund fünf Jahren: Die Stadthalle ist sanierungsreif. Dabei geht es um die technische Infrastruktur, aber noch wichtiger um den funktionalen Inhalt. Ein Medienzentrum, das das kulturelle Gepräge der Stadt mit Theater, Konzert und Bücherei in die Angebote des "Alten Amtsgerichts" und den Altstadtaktivitäten verbindet. Und für uns gehört die Esskultur auch dazu - eine Stadthalle mit der derzeitigen "Zuruf - Futterstelle" steht im Wettbewerb mit Sterne-Koch-Ansprüchen!

Jetzt sollen die Architektengedanken konkret auf den Tisch kommen. Wir sind auf Zahlen gefasst, die den Haushaltskonsolidierer herausfordern werden. Erst recht, wenn er einen Landrat im Nacken spürt, der Investitionen nicht mag, erst recht wenn sie mit "unterdurchschnittlichen Einnahmen" den Geruch des Luxus tragen.

Da müssen wir durch. Die richtige Investitionsentscheidung heute wird die Folgelast morgen erträglich machen, weil der Betrieb wirtschaftlich wird. Ein Flickenteppich Stadthalle darf's nicht werden. Den haben wir und den kann niemand bezahlen.

28.03.2004