"Alle reden über Energie - wir auch. Aber was können wir von all den globalen Perspektiven hier vor Ort in Langen verwirklichen?" Unter diesem Motto haben die Langener Liberalen ihr fünftes Informationsforum "Energiewirtschaft" gestellt. Mit den Experten der Stadtwerke wollten sie speziell die Möglichkeiten des Energiesparens mit Hilfe der Informationstechnik hinterfragen.

"Global denken - lokal handeln" sei auch der Antrieb für die Energiepolitik der Stadtwerke, erläuterte Stadtwerkedirektor Manfred Pusdrowski. Ziel sei die Senkung des Verbrauchs fossiler Energieträger und damit die Reduzierung der CO2-Belastung, an erster Stelle durch Energieeinsparung, dann durch gesteigerte Energieeffizienz und letztlich durch Einsatz regenerativer Energien.

Die Stadtwerke Langen haben derzeit ein Pilotprojekt "Intelligenter Verbrauchszähler" - das sogenannte "Smart Metering". Hier werden Zählerdaten im Stundentakt einem Servicerechner zugeführt. Die dort analysierten Daten stünden dann über Internet dem jeweiligen Kunden wieder zur Verfügung. Der sei dann zumindest besser als bei der heute üblichen Methode über seine Verbräuche und die damit verbundenen Kosten zeitnah informiert und könne gegebenenfalls reagieren.

Dazu sei die "Energieeinsparoffensive Langen und Egelsbach" (ELAN) der Stadtwerke angesetzt worden. Sie vermittele konkrete Angebote für Endkunden zum Energiesparen. Dabei sei von wesentlicher Bedeutung die Vernetzung der lokalen Akteure (Stadt, Banken, Handwerk, Energieberater, Stadtwerke).

Als "logische Fortsetzung von Smart Metering" sei eine Initiative "Digitalstrom Allianz" zu sehen. An ihr beteilige man sich über die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im VKU (ASEW). Während der Zähler den Stromkreislauf pauschal erfasse, gehe es hier um die Erprobung eines Chips, der einzelne Geräte im Stromkreislauf "intelligent" mache. "Ich bin ein Fernseher im Stand-By-Modus und verbrauche gerade 10 Watt" oder "Ich bin eine kaputte 40 Watt Glühbirne". Auch diese neue Technik funktioniere über einen Laptop und lasse sich zentral einsetzen. Man schätze diese "interessante Technologie", weil sie "die Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ermöglicht".

Die Teilnehmer zeigten in einer regen Diskussion ihr Interesse an dieser Art der kommunalpolitischen Facherörterung. Stadtwerkedirektor Pusdrowski betonte: "Die (kommunalen) Stadtwerke sind ein unverzichtbarer Akteur der Energiewirtschaft in Deutschland. Sie stehen für Zweckorientierung und sie haben die Kraft zur Veränderung und Anpassung an neue Situationen." Und FDP-Fraktionsvorsitzender Dieter Bahr bestätigte: "So stellen sich die Stadtwerke dem Bürger als Vertrauensgeber für innovative Schritte und machen Mut, ihnen zu folgen."

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