Von NICOLE JOST

Die Spitzenkandidaten der Langener FDP präsentierten sich auf dem Dreikönigstreffen ihren Parteifreunden. Die Partei will bei der Kommunalwahl auf „ihre“ Themen setzen

Langen.  Die Langener FDP nutzte das traditionelle Dreikönigstreffen im Steigenberger Hotel, um den Mitgliedern, Freunden und Vereinsvertretern ihre Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl vorzustellen. Rolf Diefenthäler, Ulrich Krippner, Christian Jaensch, Mathias Rhiel, Tatjana Zwahr und Julia Glock präsentierten sich hinter dem Rednerpult.

Christian Jaensch berichtete aus den vergangenen vier Jahren im Parlament und von seiner hohen Frustrationstoleranz, die er sich in dieser Zeit aneignen musste: „Eine rot-grüne Mehrheit hat jeweils mit einer Stimme ausschließlich rot-grüne Klientelinteressen gegen die Interessen einer nachhaltigen Stadtentwicklung durchgewunken.“

Völlig überschuldet

SPD und Grüne hätten in Langen einen völlig überschuldeten Haushalt zu verantworten. Die Stadt habe rund 100 Millionen Euro Schulden und Rot-Grün stehe in den Etats 2015 und 2016 für Mehrausgaben von 20 Millionen Euro, welche die Stadt nicht habe. „Es gilt die Vereinskultur genauso wie die Lebensqualität zu erhalten, Unternehmen anzusiedeln und zu fördern, bei gleichzeitigem Erhalt der Langener Mitte im Herzen der Stadt“, forderte Jaensch Parteimitglieder und Freunde dazu auf, an einem guten Kommunalwahlergebnis zu arbeiten.

Kompetent vertreten

Rolf Diefenthäler griff ebenfalls das Handeln der rot-grünen Mehrheit im Stadtparlament an. „Grüne Besserwisserei und SPD-Muskelspiele mit knapper Mehrheit sind wenig hilfreich und haben mit dem oft zitierten Handreichen nichts zu tun“, kritisierte der Spitzenkandidat der Liberalen. Magistratsmitglied Ulrich Krippner betonte, dass sich die FDP auf die Themen konzentrieren solle, welche die künftigen Stadtverordneten auch glaubhaft und kompetent vertreten könnten. Das seien Wirtschaftsförderung, Gewerbeansiedlungen und Finanzen.

Aufgrund der politischen Großwetterlage gebe es in Langen – auch aufgrund der Dissonanzen in der CDU – gute Chancen, ein beachtliches Ergebnis zu erreichen. „Wir müssen deutlich machen, dass wir sehr gute Fachleute für Parlament und Magistrat haben und dass unser politischer Kurs zum Wohle der Stadt ist“, forderte Krippner. Er hoffe auf drei oder vier FDP-Stadtverordnete nach der Kommunalwahl.

Aus der Frankfurter Neuen Presse vom 08.01.2016