Langen - In der Diskussion um den Ausbau der Bundesstraße 486 zwischen Langen und der A 5 meldet sich nun auch die FDP zu Wort.

Als Reaktion auf das Bekenntnis der SPD zu nur noch zwei- statt vierspurigem Ausbau will der Liberale Dieter Bahr wissen: Wie verträgt sich diese Haltung mit der von SPD-Bürgermeister Frieder Gebhardt ausgegeben Devise „alle Kräfte bündeln für die Wirtschaftsförderung“? Zudem wundert sich das Mitglied des FDP-Ortsvorstands, warum kein Widerspruch aus der Verwaltung, sprich seitens der übrigen Wirtschaftsförderer im Rathaus zu hören ist. „Langens Wirtschaftsförderung schweigt zur B 486 als wesentlichem Element der Verkehrsinfrastruktur“, konstatiert Bahr und fragt provokant: „Ist Ignoranz der Wirtschaftsbedürfnisse für sie das neue Chefprinzip? Wie sonst ist das Schweigen der angeblich so gut vernetzten Förderer-Riege zu erklären?“

Jene habe schließlich doch die Aufgabe, das Meinungsbild der Unternehmen, der Ein- und Auspendler, der Lieferdienste zu erheben und in die Diskussion um neue Erkenntnisse einzubringen. „Oder duckt sie sich weg vor der rot-grünen Meinungsführerschaft, aufgrund deren basisdemokratisch ermittelter Mitgliederbefragung?“, legt Bahr süffisant nach. Das sei einmal ganz anders gewesen und habe zu dem nach wie vor gültigen, einstimmigen Stadtverordnetenbeschluss geführt, dass sich in Sachen Ausbau der B 486 etwas tun müsse. Mit Blick auf wirtschaftliche Aspekte, begonnene und in Aussicht stehende Bauprojekte und die Vision vom Hightech-Standort in Rhein-Main konstatiert Dieter Bahr: „Die Wirtschaftsförderung bleibt für mich in der Erklärungspflicht.“

Langener Zeitung vom 02.08.2014