Kommt die Biotonne auch nach Langen? Die Kommunalen Betriebe Langen (KBL) setzen eher auf eine Reduzierung des Langener Restmülls durch Trennung des biogenen Anteils nach dem Muster der Rhein-Main-Deponie (RMD) in Flörsheim-Wicker. 

Die Langener FDP-Fraktion hat sich daher bei der RMD vor Ort ein Bild von dem Stand der Technik und ihren Chancen für die nahe Zukunft gemacht. Sie wollen sich damit auf kommende Vorlagen in der Stadterordnetenversammlung fachlich vorbereiten.

Der Wicker-Versuch der Biosortierung wurde den Liberalen von der Geschäftsleitung detailliert erläutert. Man habe aus dem Restmüll den biogenen Anteil in einer Qualität heraussortieren können, der die Qualität der Sammlung per Biotonne habe. Dies sei ermutigend für die Zukunft der Abfallwirtschaft: Die Sortierung vereinfache einerseits die Müllsammlung und erfülle zeitgemäße Anforderungen an die Abfallverwertung. Es sei realistisch, durch die Vollsortierung eine Reduktion der Restmüllmenge auf 10% zu erreichen. "Der Pferdefuß", so habe man laut FDP-Fraktionsvorsitzendem Dieter Bahr gelernt, "liegt bei der mengenorientierten Rhein-Main-Abfall GmbH (RMA)". Die kalkuliere und bestimme die Abfallbeseitigungskosten nach der Formel "Fixkosten der Anlagen geteilt durch Menge". Dabei werde klar, das bei sinkender Menge die Abfallgebühren steigen - "wie wir es Jahr für Jahr im Stadtparlament vorgelegt bekommen."
Die FDP-Fraktion setze dabei aus Überzeugung auf die Sortiertendenz der KBL:. "KBL peilt den Weg der Abfallverwertung an und ist damit voll im modernen Abfallwirtschaftstrend. Das ist technisch, ökologisch und finanziell für alle Beteiligten der vernünftige und daher einzig gangbare Weg. Dem gegenüber kann die RMA-Mentalität der reinen Abfallbeseitigung nur als antiquiert bezeichnet werden."