Langen. Beim Dreikönigstreffen der Langener FDP gab es reichlich Kritik an der Bundespartei. Aber auch die Kommunalpolitik war natürlich Thema.
Die FDP steckt in der wohl größten Krise der vergangenen Jahre, die Umfragen sehen die Liberalen nur noch bei zwei Prozent. Dennoch ist das Dreikönigstreffen der Langener FDP eine feste Einrichtung, die auch in solch schwierigen Zeiten gepflegt werden will.
Ortsverbandsvorsitzender Rolf Diefenthäler begrüßte Parteimitglieder und Gäste im Steigenberger Hotel Frankfurt-Langen und sein Stellvertreter Günther Krumm erinnerte an die Enttäuschung nach der Kommunalwahl: "Wir waren überzeugt, dass unsere Wähler sehr gut unterscheiden können, dass die FDP in Langen nichts mit der unrühmlichen Politik unserer Bundespartei gemeinsam hat."


Doch die Wähler entschieden anders, und statt der angestrebten Aufstockung von drei auf vier Stadtverordneten im Parlament, haben die Langener Liberalen dort nur noch zwei Stimmen.
Krumm übte deutliche Kritik an Guido Westerwelle, sprach von einer gezielten Wahllüge ("mehr Netto vom Brutto"), einem viel zu späten Rücktritt des ehemaligen Parteivorsitzenden sowie von der "Boygroup" mit Philipp Rösler, Daniel Bahr und Christian Lindner.
Unterstützung bei der Schelte gegen die eigene Partei und die Verantwortlichen in Berlin bekam Krumm von Kreis-Fraktionschef René Rock: "Die Bundespartei hat es nicht fertig gebracht, nach außen ein vernünftiges Bild abzugeben", kritisierte er.
Günther Krumm sieht aber wieder bessere Zeiten für seine Partei kommen: "Die FDP ist derzeit geschwächt, aber sie wird nicht untergehen", prognostizierte er.


Auch die Kommunalpolitik kam nicht zu kurz. Krumm erinnerte an die Ablehnung seiner Partei in Bezug auf den Langener Haushalt und die Erhöhung der Grundsteuer B. "Es ist nicht gerecht, wenn Politiker Geld ausgeben, das nicht vorhanden ist und es dann vom Bürger einfordern", erklärte der stellvertretende Vorsitzende. Der Wirtschaftsförderung gehöre jetzt die oberste Priorität und die FDP würde hierbei jeden notwendigen und sinnvollen Schritt unterstützen. (njo)

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