Die Biogasanlage bei Reinheim-Georgenhausen war das Ziel der Langener Liberalen, die sich dort mit ihren Parteifreunden aus Reinheim zur Besichtigung am 24. März eingefunden hatten. Entstanden ist diese Anlage auf Initiative dreier Landwirte aus der Region. Sie haben zusammen die "Reenergie" gegründet und bei Georgenhausen ein "Biokraftwerk? für rund 2,2 Millionen Euro errichten lassen. 

Die Führung der FDP-Gäste hatte Thomas Vogt übernommen, der als Mitbegründer die Technik der Anlage und deren Betrieb eingehend erläuterte. In einem vom Computer gesteuerten Prozess werden zerkleinerte Weizen- und Maiskörner mit Wasser versetzt, vorgegoren und dann in zwei "Fermentern? zur Gasproduktion angeregt. Hinzu kommt Gülle und Hühnermist aus dem benachbarten Geflügelbetrieb . Insgesamt werden rund 2.200 t jährlich verarbeitet.
Mit dem gewonnenen Gas werden 500 Kilowatt Strom pro Stunde (KWh) erzeugt, die zum Garantiepreis ins Netz gespeist werden. Weitere 500 KWh werden für die benachbarte Kräutertrockenhalle genutzt, auf deren Dach zusätzlich eine Solaranlage montiert ist, um die Wirtschaftlichkeit des Betriebes weiter zu erhöhen.
Dabei haben sich die Initiatoren für eine so genannte NaWaRo-Anlage (NaWaRo steht für Nachwachsende Rohstoffe) mit strengen Auflagen entschieden, die dann aber in der Vergütung Vorteile biete.
Das neue Energieeinspeisegesetz (EEG) schreibe die Einspeisetarife für Strom aus Biogas fest.
Pro erzeugte Kilowattstunde Strom werde ein Grundtarif (zum Beispiel 11,5 Cent für Anlagen kleiner als 150 kW) bezahlt. Werden als Substrate ausschließlich zum Zweck der Vergärung angebaute nachwachsende Rohstoffe (Nawaro) eingesetzt, so erhöht sich der Tarif je erzeugte kWh um den sogenannten Nawaro-Bonus in Höhe von sechs Cent. Und dies habe man sich zu Nutze gemacht.

Für die Langener Liberalen ergab sich daraus die Konsequenz, das Gelernte auf die lokalen Gegebenheit zu übertragen. "Wir haben diese Form der Biomasse nicht, weil wir nicht das entsprechende landwirtschaftlich geprägte Umfeld haben?, resümierte Fraktionsvorsitzender Dieter Bahr. "Also müssen wir uns kundig machen, welche Art von Substraten wir haben und ? vor allem ? in welchen Mengen. Und damit ist das nächste Informationsforum Energieerzeugung bereits thematisch vorgebucht.?

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