Frankfurter Neue Presse, 08.01.2011

Die Basis übte reichlich Kritik am Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle

Bei der FDP knirscht es zwischen Basis und Bundespartei, wie sich beim Dreikönigstreffen zeigte. Trotz des ungeliebten Bundesvorsitzenden Westerwelle sind die Liberalen aber zuversichtlich, erfolgreich aus der Kommunalwahl im März hervorzugehen.
"Die Hessen-FDP war schon immer etwas offener, man kann sogar sagen, etwas aufmüpfiger, als andere Landesverbände und wir in Langen sind sowieso etwas Besonderes", meinte Rolf Diefenthäler beim Dreikönigstreffen im Hotel Steigenberger in Langen. Der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Langen war denn auch recht offen, was er und die Basis der Liberalen in Langen von der Bundespolitik, aber vor allem vom Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle, so halten. 
"Selbst wenn ich Zeit gehabt hätte, ich hätte mir seine Rede nicht angehört", verwies Diefenthäler auf das Dreikönigstreffen in Stuttgart und deren Diskrepanz von "Gerede" und politischer Realität.


"Hören die in Berlin auf uns? Dann brauchen wir auch nicht deren Geschwätz zu hören und das wollen wir den Langenern sagen", gab Rolf Diefenthäler die Parole für den Kommunalwahlkampf aus. "Ich habe den noch nie gemocht, und ich wollte ihn auch nie haben, aber wir konnten es nicht verhindern", sagte Günther Krumm, stellvertretender Vorsitzender der Langener FDP, zur Person Westerwelle. 
Selbst für den Landtagsabgeordneten und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Hessen-FDP, René Rock, ist die Bundespolitik zu weit weg. "Wir vermissen die Kenntnisnahme der Probleme an der Basis, aber genau die muss die Entscheidungen ausbaden", so Rock. 
Dennoch zeige die Regierungspolitik recht viele liberale Züge. Hier verwies der Kreisvorsitzende auf die Gesetzesnovellierung der Pressefreiheit, die Abschaffung der Wehrpflicht auch wenn diese von einem bayerischen Freiherrn verkündet wurde – sowie auf das Bestehen des Außenministers auf einen festen Termin für den Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan. 
René Rock selbst setzt daher bei der anstehenden Kommunalwahl auf die Bürger, die mehr die Arbeit ihrer gewählten lokalen Vertreter bewerten und die sei unbestritten gut, so Rock. "Gerade ihr hier in Langen macht eine gute Lokalpolitik, dies wird auch seine Anerkennung finden ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl", betonte der Landtagsabgeordnete und FDP-Kreisvorsitzende René Rock. 
Gastgeber und Resident Manager des Hotel Steigenberger Frankfurt Langen, Volker Köhler, nahm die Gelegenheit wahr, sich bei der FDP für die Senkung der Mehrwertsteuer im Hotelgewerbe persönlich zu bedanken. 
"Es war eine richtige Entscheidung, die uns über eine sehr schwere Zeit hinweggeholfen hat", so Köhler. Als es von der Mitte des vergangenen Jahres an wieder bergauf ging, war man froh, diese zur Verfügung zu haben. "Es war sogar schwierig, die benötigte Verstärkung zu bekommen." In der Folge stellten sich die Spitzenkandidaten des Ortsverbandes mit Dieter Bahr, Rolf Diefenthäler, Ulrich Krippner, Christian Jaensch, Mathias Rhiel, Günther Krumm und Matthias Schmidt, vor. (lp)

 

 

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