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"Kunst und Kultur sind der Nukleus der geistigen Entwicklung einer Gesellschaft.", stellte Bundestagsabgeordneter Hans-Joachim Otto an den Anfang seiner Ausführungen bei dem Informationsforum "Kulturwirtschaft" bei den Langener Liberalen am 31. Mai. Kunst und Kultur spiegelten den Stand einer Gesellschaft, oft gehen sie ihr voran und treiben die Entwicklung einer Gesellschaft weiter. "Wir genießen nicht nur Kunst und Kultur, sie beeinflusst uns auch, und zwar meist positiv im Sinne des Humboldtschen Bildungsideals für den freien und selbständigen Menschen", stellte Otto fest. Ohne Kunst und Kultur wäre eine Gesellschaft nicht kreativ und eine Wirtschaft nicht innovativ. Er untermauerte den wirtschaftlich bedeutenden Rang der Kultur anhand von Zahlenbeispielen: Allein in Hessen verzeichne die Kulturwirtschaft 120.000 Beschäftigte. Dies seien mehr als in der Automobil- und der Chemieindustrie. Und die Kulturwirtschaft könne auf eine Wachstumsrate von 21% verweisen. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft mit immerhin 10% unterstreiche dies die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges als beachtenswerten Standortfaktor.

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In diesem Zusammenhang verwies Otto darauf, dass Kunst und Kultur auch über den wirtschaftlichen Fortschritt einer Gesellschaft entscheide. Und zwar nicht nur als Markt für Kunst und Kultur selbst, sondern zu aller erst, weil Kunst und Kultur die Gemütsverfassung einer Gesellschaft bestimmten, ihre Kreativität, ihren Optimismus, ihre Neugierde, ihr Streben nach Qualität und Schönheit.

"Kultur braucht Kabinettsrang und sie muss als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen werden", fordert Hans-Joachim Otto, Vorsitzender des Kulturausschusses des Bundestages und Kulturpolitiker in der FDP-Bundestagsfraktion. Die Liberalen möchten die Kultur als zentrales Element ihrer politischen Tätigkeit aufgreifen und ihr einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft zukommen lassen. Deshalb plädiere er auch für eine Förderung der Kultur durch die öffentliche Hand. "Aber nicht zu 100%", schränkt Otto ein. "Kultur muss sich auch wirtschaftlichen Bewertungskriterien unterwerfen. Kultur, die sich selbst trägt, wird's nicht gefördert." Andererseits rechne sich die Förderung: Beispiele belegten, dass für einen "Fördereuro" durchschnittlich vier "Ertragseuros" zu Buche schlügen. Vorausgesetzt seien dabei "glasklare Förderkriterien" und innovative Konzepte, die den "Kulturbetrieb", wie das Museum oder die Ausstellung attraktiv für Besucher mache.

Dieter Bahr, FDP Fraktionsvorsitzender in Langen, griff dies auf und folgerte, Langen sei also "mit seinem Konzept, das Glasmuseum in die künftige Stadthalle zu integrieren, auf dem goldrichtigen Weg." So seien die Werke Jedermann offen zugänglich und werbe damit auch den "zufälligen Erstbesucher" zum Wiederkommen.

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KRK