Suche

"Biogaserzeugung und Einspeisung ins Erdgasnetz" lautete der Titel des Referates von Michael Schlegel der HSE AG Darmstadt bei dem 4. Informationsforum "Energieerzeugung" der FDP-Fraktion in Langen.

Vor aufmerksamen Zuhörern führte Herr Schlegel Schritt für Schritt in die Thematik aus gesetzgeberischer, technischer und wirtschaftlicher Sicht ein. 

Biogas sei zwar zunächst einmal dem Erdgas "ähnlich", aber eben nicht gleich. Die Erzeugung von Biogas geschehe in einem Vergärungsprozess, der komplex und empfindlich sei. Deshalb sei die sorgfältige Auswahl der Rohstoffe für die Biogasanlage ausschlaggebend. Der Schwerpunkt liege dabei bei den "Nachwachsenden Rohstoffen", den NaWaRos, wie z.B. Mais, Grassilage und Getreide. Und dafür habe man einen Anbauflächenbedarf ab ca. 150 ha. Und weil das so gewonnene Biogas eben noch nicht die Qualität von Erdgas habe, müsse es erst zu Bioerdgas aufbereitet werden. Dies sei Voraussetzung für die Einspeisung in die öffentliche Gasversorgung. Wesentlich sei dabei, das der Brennwert in engen Toleranzgrenzen von maximal 2% dem Erdgas entspreche und ein analoges Brennverhalten zeige. Und dies werde streng vom Eichamt kontrolliert.
Bei der Verwertung erziele man eine "hohe Energieeffizienz und Flexibilität", so der HSE Experte, wenn das aufbereitete Biogas über das Erdgasnetz dann einer "Kraft-Wärme-Kopplung" (KWK), Erdgastankstellen und Industrie und Haushalt zugeführt werde. 
Das ganze rechne sich, wenn man sich an die Vorgaben des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) halte Gewinnung von Strom aus Biomasse. Einsatz ausschließlich von NaWaRos. KWK Bonus bei der Erzeugung von Wärme für Dritte. Technologie Bonus z.B. für die Biogasaufbereitung und -einspeisung. Eine erste Biogasanlage mit Einspeisung, von der HSE in Darmstadt-Wixhausen erstellt, stehe kurz vor der Inbetriebnahme.
Für die FDP-Fraktion zog Fraktionsvorsitzender Dieter Bahr Bilanz: " Wir haben gelernt, wie das Prinzip funktioniert und dass das Technologie-Know-How global verwertet werden kann." Das weitere Ziel, "das Gelernte auf Langen zu übertragen" sei auch erfüllt worden: Als Energieerzeuger komme eine Biogasanlage mangels Fläche und NaWaRos für Langen nicht in Frage.
"Das ist aber kein Beinbruch - die Bandbreite der Technik und die Phantasie der Forschung bietet hinreichend viele Alternativen - auch für Langen. Und außerdem gilt es den Blick auf Energieeffizienz zu konzentrieren. Und damit bleibt weiter Raum für weitere FDP Informationsforen zur Energie."

Ihr Bundestagskandidat

KRK