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Frankfurter Neue Presse, 10.10.2008

Langen. Um die Förderung von Sand am Waldsee auch die nächsten 30 Jahre sicherzustellen, plant die Firma Sehring an der Westgrube, dem großen Teil des Sees, eine Erweiterung. Für Firmenchef Rudolf Sehring ist klar, dass dies nicht ohne Eingriffe in die Natur abgeht. Um so wichtiger sei die Renaturierung nicht mehr für den Abbau benötigter Flächen. Was das bedeute, könne jeder an der Entwicklung der Ostgrube sehen. Dort sei schon vor vielen Jahren mit der Renaturierung begonnen worden, die in etwa vier Jahren abgeschlossen sein wird. 


Und Renaturierung bedeute die Herstellung eines ökologisch wertvollen Gebietes. War an dieser Stelle seit den 1930er Jahren nichts als die Monokultur eines Kiefernwaldes gewesen, so sei nach der Renaturierung ein reicher Mischwald mit reichlichen Feuchtzonen entstanden, der auch zahlreiche seltene Tierarten zum Verweilen anlocke. So seien Gelbbauchunken, die Rohrdommel, der Eistaucher und Fischadler gesichtet worden. 
Der FDP-Ortsverband Langen besuchte die Firma Sehring, um sich über die Entwicklung des Renaturierungsprogramms von den Betreibern des Kieswerks, Rudolf und Stefan Sehring, informieren zu lassen. Das besondere Interesse der FDP an der hiesigen Kiesgrube rühre auch von ihrer überragenden wirtschaftlichen Bedeutung für die Region, erklärten die FDP-Politiker Rolf Diefenthäler und Günther Krumm. 
Mit ihren etwa 100 Angestellten erwirtschafte das Kieswerk einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro und sei somit ein bedeutsamer Gewerbesteuerzahler. Auf einer Fläche von etwa 245 Hektar fördere die Firma Sehring den wichtigen Baustoff Sand und Kies. 
Wie Volker Hartmann von der Firma Sehring ausführte, sei der Kies, der am Langener Waldsee gewonnen werde, von besonders hoher Qualität. Praktisch alle Bauvorhaben in der Region profitierten von dem Baustoff, der rund um den Waldsee abgebaut werde. In fast jedem neu errichteten Bauwerk in der Region stecke Boden aus Langen. Ein wichtiges Argument für den langfristigen Erhalt des Kieswerkes und damit den Ausbau der Fördermöglichkeiten sei sein Standort. Mitten in der Rhein-Main-Region und nahe Frankfurt gelegen, sei der Abtransport des Baustoffes Sand und Kies ganz besonders umweltverträglich. Zumal die Laster, die den Rohstoff befördern, durch keine Ortschaften fahren müssten.maj

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