BUND-Fragenkatalog zur Kommunalwahl 2006 (24.01.2006)

  1. Welche Maßnahmen will Ihre Partei ergreifen, um den Ausbau des Frankfurter Flughafens zu verhindern bzw. die Auswirkungen auf die Einwohner von Langen zu minimieren?

    Antwort: Die FDP Langen befürwortet den Ausbau des Flughafens, weil damit in der Folge der Standort Langen und seine Wirtschaftskraft nachhaltig gestärkt werden.

  2. Wie steht Ihre Partei zum Ausbau der B486 zwischen A5 und Ortseingang Langen?
    Antwort: Die FDP Langen befürwortet den Ausbau der B486, um dadurch den gefährlichen Engpass zu beseitigen und den Verkehrsfluss staufrei zu halten.
  3. Wie will Ihre Partei die Attraktivität der Innenstadt erhöhen? (z. B. durch Verbesserung der Einkaufsmöglichkeiten, Verkehrsberuhigung, Steigerung des Freizeitwertes)
    Antwort: Die FDP Langen bewertet den derzeitigen Probelauf mit der Einbahnregelung von Bahn- und Gartenstraße positiv und setzt auf die Beibehaltung. Wir unterstützen die Bemühungen der Wirtschaftsförderung, des GVL und LEV auf Gewinnung erweiterter Angebote für den "täglichen Bedarf". Nach Ablauf der "Probephase" halten wir städtebauliche Maßnahmen, die Einvernehmen mit den ansässigen Unternehmen festzulegen sind, für wünschenswert.
  4. Welches Konzept verfolgt Ihre Partei, um die weitere Zersiedelung des Außenbereiches von Langen zu stoppen?
    Antwort: Wir sehen in der Ausweisung neuer Wohngebiete - zum Teil als Mischgebiet - eine Stärkung auch der Finanzkraft Langens. Der Bedarf an arbeitsplatznahem Wohnraum ist gegeben und vernünftig. Wir sehen also keine "Zersiedlung", die es "zu stoppen" gilt.
  5. Welches mittel- und langfristige Konzept einer Langener Klimaschutzpolitik verfolgt Ihre Partei? Wie messen Sie gegebenenfalls den Erfolg Ihres Konzeptes?
    Antwort: Die FDP Langen sieht es als vorrangig an - wo immer möglich und unter welcher Trägerschaft auch immer - in energiesparende (CO2 Minderung) und Abwärme vermeidende Technik zu investieren und parallel dazu die Stadtbegrünung weiter zu pflegen. Wir sehen einen "messbaren" Erfolg zum Beispiel durch Wetterhütten (wie die des Deutschen Wetterdienstes). Sie können in der Innenstadt und auf einer Grünfläche außerhalb der Stadt die Temperaturen messen und per PC und Internet entsprechend aufbereitet anzeigen. Neue Gemeinschaftsaufgabe der Stadt könnte es dann sein, nach und nach die Temperaturdifferenz zwischen Innenstadt und Außenlage durch geeignete Maßnahmen (siehe oben) zu verringern.
  6. Wird Ihre Partei darauf drängen, die Wärmedämmung und energietechnische Sanierung kommunaler Gebäude (z.B. energiesparende Heizungssysteme und solartechnische Anlagen) nach dem Beispielprojekt Langener Rathaus zügig weiterzuführen?
    Antwort: Die FDP Langen tritt für ein zentrales Energiemanagement für alle kommunalen Gebäude ein. Nur die zeitnahe und kontinuierliche Verfolgung von Energiebedarfen und -verbräuchen erlaubt den gezielten und wirksamen Einsatz geeigneter und auch neuer technischer Optimierungen. Die Technik für effizienten Energieeinsatz ist verfügbar, sie wird jedoch zu wenig angewendet. Wir sehen dies im Zusammenhang mit den Klimaschutzmaßnahmen (Ihrer Frage 5).
  7. Wird Ihre Partei die Bemühungen der Langener Umweltverbände unterstützen, das Projekt "Bürgerphotovoltaikanlage" (eventuell auch mit einem anderen Träger) fortzuführen?
    Antwort: Unter den oben behandelten Gesichtspunkten des kommunalen Klimaschutzes und der Energieeinsparung sehen wir natürlich auch in den erneuerbaren Energien einen wesentlichen Beitrag. Dazu zählt auch die Photovoltaik, die allerdings derzeit Wirkungsgrade von nur 10 bis 20 % hat. In Nischenanwendungen ist das schon lange selbsttragend wirtschaftlich (z.B. entlang der Autobahn). Die Nanotechnik - Forschung wird sehr viel höhere Wirkungsgrade ermöglichen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert diese klimafreundliche Technologierichtung. Die flächendeckende Förderung der Photovoltaik nach EEG ist verfrüht. Die EEG Mittel sollten auf die Förderung der Nutzung von Biomasse fokussiert werden. Eine Förderung aus eigenen - städtischen - Mitteln sehen wir als unrealistisch an.
  8. Wie stellt sich Ihre Partei den Rückbau der Südlichen Ringstraße zeitlich und konzeptionell vor?
    Antwort: Durch die jüngsten Maßnahmen der Radwegemarkierung und der verschwenkten Fahrbahnkennzeichnung mit der Schaffung zusätzlichen Parkraums für die Anwohner ist das Wesentliche getan. Wir können uns eine Neufassung des Bereiches vor der Stadthalle mit dem Hallenbad und dem Rathaus zu einem Gesamtensemble, das auch für die regelmäßig stattfindende IGEVA sowie als Verweilfläche genutzt werden könnte, mit entsprechend gebremstem Verkehr mittelfristig (um 2008/2009) vorstellen.