Frankfurter Neue Presse, 09.01.2006

"Unsere Wähler holen wir uns überall her, nicht nur am Steinberg." Günther Krumm, ehrenamtlicher Stadtrat der FDP und stellvertretender Ortsvorsitzender seiner Partei, gab sich beim Dreikönigstreffen der Freidemokraten im Steigenberger Hotel vor den Kommunalwahlen ziemlich selbstbewusst und kämpferisch. Für Optimismus habe er auch allen Grund, betonte er in seiner Rede vor den Parteifreunden: Immerhin habe die FDP bei den Bundestagswahlen 13,6 Prozent der Stimmen in Langen geholt und verzeichne einen Mitgliederzuwachs von fast 30 Prozent. Und noch ein anderer Punkt lässt das Herz des FDP-Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl (Platz zwei auf der Liste) übergehen: Immer mehr junge Menschen interessieren sich für die Parteiarbeit in der FDP. Einer von ihnen ist der 21-jährige Student Mathias Rhiel, der für die FDP auf Platz fünf der Liste für die Kommunalwahlen steht. Er versprach in seinem Vortrag während des Dreikönigstreffens, sich für die Qualität der Kindergartenplätze, die Realisierung des Altenwohnprojektes am alten SSG-Platz und für die Ziele des Projektes Soziale Stadt einzusetzen. Zuvor hob FDP-Fraktionschef Dieter Bahr (Platz eins auf der Liste) die Bedeutung des positiven Denkens und von Innovationen für die Politik in der Stadt hervor: Nur so lasse sich etwas bewegen. Und außerdem: "Wir müssen die Wirtschaftskraft mit einer attraktiven Infrastruktur stärken." Dazu gehöre die Schaffung eines vernetzten Kulturzentrums "rund um die Stadthalle" und die Schaffung eines Platzes der Generationen am alten SSG-Sportplatz. Auch FDP-Spitzenkandidat Matthias Schmidt (Platz drei) nutzte das Dreikönigstreffen, um seine Ideen vorzustellen. Der Parteivorsitzende will als künftiger Kommunalpolitiker im Stadtparlament insbesondere "alle Initiativen unterstützen, welche die Ausbildung der jungen Generation fördern". Ein weiterer Schwerpunkt seiner politischen Arbeit werde die Konsolidierung des Haushaltes sein, ohne dass die Bürger aber zusätzlich belastet werden. Schmidt: "Langen muss innerhalb weniger Jahre zu einem dauerhaft ausgeglichenen Verwaltungshaushalt kommen, und zwar ohne Erhöhung der Steuern oder Kreditaufnahme." Die Vorstellungsrunde der Spitzenkandidaten schloss Rolf Diefenthäler (Platz vier). Ihm liegt die Zukunft des Langener Einzelhandels ganz besonders am Herzen. Hier sei die städtische Wirtschaftsförderung gefordert. Es müssten jetzt ganz neue Wege beschritten werden, um die Käufer wieder ins Langener Zentrum zurück zu bringen. In seinem Grußwort hob Bürgermeister Dieter Pitthan (SPD) die über Jahre hinweg immer gute Zusammenarbeit mit der FDP hervor. Bei wichtigen Entscheidungen im Stadtparlament wie beispielsweise zum Haushalt hätten sich die Freidemokraten zumeist konstruktiv gezeigt. Nur selten habe er sich über die FDP ärgern müssen. (Manfred Wawra)

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  Die Spitzenkandidaten (vlnr): Rolf Diefenthäler, Günther Krumm, Dieter Bahr, Mathias Rhiel, Matthias Schmidt