Bei dem Kulturforum der FDP-Bundestagsfraktion am 16. November 2008 in Wiesbaden nahm der Langener FDP-Fraktionsvorsitzende Dieter Bahr die Gelegenheit zu einem kurzen Erinnerungsplausch mit dem seinerzeitigen Landeskonservator Prof. Kiesow. Im Oktober 1975 gab es das erste persönliche Zusammentreffen in Langen. Dabei wurde der Grundstein für den Erhalt der Langener Altstadt gelegt. 1977 konnte der Erfolg in der Kommunalzeitschrift "das rathaus" dokumentiert werden.

 

Stiftung_Denkmalschutz

 

Wege zur Erhaltung einer Altstadt

Konzept und Bilanz freidemokratischer Initiativen zur Denkmalspflege in Langen (Hessen) von Dieter Bahr, Eberhard Wolff und C. N. Aber (das rathaus, Heft 8 und 10/77)


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Ferner wurden die Langener an den Landeskonservator, Prof. Kiesow, verwiesen. Eine analoge Empfehlung sprach darüberhinaus im Juni 1975 der Hessische Minister des Innern aus, der damit dem Wunsch der Langener F.D.P. nach unterstützender Information zur Altstadterhaltung nachkam.

Prof. Kiesow wurde das Anliegen der F.D.P. Langen schriftlich im April 1975 vorgetragen, wobei gezielt um Unterstützung gebeten wurde. Um ihm die Problematik zu erläutern, wurde die Bestandsaufnahme der Altstadt mitübersandt. Darüber hinaus legte die F.D.P. im Mai 1975 (nachdem mittlerweile anhand des Hessischen Denkmalschutzgesetzes vom September 1974 und der Verordnung über die vorläufigen Denkmalverzeichnisse vom Dezember 1974 neue Gesichtspunkte mit konkreten Hinweisen auf Langener Altstadtobjekte vorlagen) dem Stadtparlament den Antrag vor, den Landeskonservator Prof. Kiesow einzuschalten. Dabei ging es um. den speziellen Einzelfall der Gestaltung des Stadtkirchen-Vorplatzes, sowie um eine allgemeine Einschaltung mit dem Ziel, von der Eintragung in vorläufigen Denkmalverzeichnissen zu einer Eintragung in das Denkmalbuch zu kommen. Beiden Anträgen wurde im August 1975 in der Stadtverordnetenversammlung zugestimmt.
Mittlerweile hatte, ebenfalls noch im September 1975, Prof. Kiesow auf das Unterstützungsanliegen der F.D.P. reagiert und seinen Besuch für Anfang Oktober 1975 angebo¬ten. Über diesen Besuch wurde der Magistrat unterrichtet, so daß an dem dann stattfindenden Rundgang durch die Altstadt ein Vertreter der Stadtverwaltung teilnahm. Gleichzeitig hatte Prof. Kiesow einen Vorgehensplan für die Zukunft angeboten, nach dem er den Gremien der Stadtverordnetenversammlung und den betroffenen Bürgern persönlich zur Verfügung stehen würde.