Die Kommunalen Finanzen unserer Stadt sind ein wichtiges und zunehmend brisantes Thema geworden. Deshalb liessen sich die Liberalen von Prof. Dr. Werner, einem ausgewiesenen Fachmann für kommunale Finanzen, umfassend informieren.

Sein persönlicher Lebenslauf belegt eine grosse Praxis und Erfahrung als Dipl.-Volkswirt und Doktor der Wirtschaftswissenschaften mit dem Spezialgebiet „Kommunale Finanzen.“

Die finanzielle Lage der Stadt Langen zwischen „Offenbarungseid und Zukunftssicherung“ war dann auch sein Einstieg in das heisse Thema.

Bis zum Jahre 2008 hatte die Stadt eine gute finanzielle Entwicklung, von da an ging es mit den Gewerbesteuereinnahmen, der wesentlichen Finanzierungsquelle der Stadt, nur noch abwärts. Im Traumjahr 2008 hatte die Stadt Langen noch 38,9 Mio Euro Gewerbesteuereinnahmen, zur Zeit nur noch knapp über 10 Mio. Euro. Natürlich gibt es Gründe und Erklärungen wie es in Langen dazu kam. In keinem Falle könne von einer verschwenderischen Verwaltung gesprochen werden, so Prof. Dr. Werner.

Langen habe kein Ausgabe- sondern ein Einnahmeproblem. Der Wirtschaftsförderung müsse deshalb erste Priorität gelten. Nicht nur die Wirtschaftsförderung der Stadt sondern vor allem der Bürgermeister in seiner Funktion als „oberster“ Wirtschaftsförderer müsse in Zukunft regelrecht Türklinken putzen. Wir müssen neue Firmen gewinnen, die sich in unserer Stadt ansiedeln und Gewerbesteuer bringen. Der Weg nach Langen muss attraktiver werden. Der Gewerbesteuerhebesatz muss gesenkt werden, um Langen gegenüber den Nachbarkommunen wettbewerbsfähiger zu machen. Nur mit kurz- bzw. mittelfristig steigenden Gewerbesteuereinnahmen kann die zweifellos vorhandene Attraktivität Langens erhalten werden.

Die aktuell geplanten Bauvorhaben führen zu keiner Verbesserung der Langener Einnahmesituation, im Gegenteil werden zusätzliche Mittel für Infrastrukturmassnahmen  benötigt und gebunden (wie z. B. zusätzliche Kindergartenplätze), die den Haushalt der Stadt Langen noch mehr belasten. Es müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um mit neuen Gewerbeansiedlungen die jährliche Zunahme der städtischen Schulden von über 10 Mio. Euro zu reduzieren.

Die Lösung kann deshalb nur heissen „Wirtschaftsförderung ist Chefsache“

Dem interessanten Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion und Vorstandsmitglied Ulrich Krippner – ehrenamtlicher Stadtrat der FDP -  konnte den informativen Nachmittag als eine wichtige zukunftsweisende Veranstaltung beschliessen mit dem Dank an den Referenten und die Besucher.