Frankfurter Neue Presse, 17.05.2010

Der FDP-Politiker trat vor 25 Jahren der Partei bei und wurde für seine Verdienste mit der Heuss-Medaille belohnt
Sein Einstieg in die Politik war recht unspektakulär. Als kleinen Unternehmer reizte es Günther Krumm, etwas kommunalpolitisch bewegen zu können.

Langen. Der Unternehmer und FDP-Politiker Günther Krumm erhielt für seine Verdienste die Theodor-Heuss-Medaille. Damit hatte der FDP-Ortsverband seine «graue Eminenz» überrascht. Aus Anlass seiner 25-jährigen Mitgliedschaft in der FDP hatte Günther Krumm zu einem Empfang in das Restaurant «Sortinos» eingeladen. Nach seinem persönlichen Rückblick auf 25 Jahre Kommunalpolitik würdigte der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes, Rolf Diefenthäler, die Verdienste des Jubilars und überreichte ihm eine Ehrenurkunde, unterzeichnet vom Kreisversitzenden René Rock, dem FDP-Landesvorsitzenden Jörg-Uwe Hahn und dem Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle. Ferner überreichte Rolf Diefenthäler dem Langener FDP-Kommunalpolitiker, der sich auch in vielen weiteren Ämtern engagiert, die Theodor-Heuss-Medaille.

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«Heute, auf den Tag genau, gehöre ich seit 25 Jahren der FDP an - und ich bin wohl das zweitälteste Mitglied - das macht aber überhaupt nichts», begann Günther Krumm seinen Rückblick. Die «Vorstufe» zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten in der FDP begannen schon in der Jugend bei den Pfadfindern und setzten sich über den Bundesverband für Selbstschutz sowie dem Stenografenverein, wo Günther Krumm insgesamt 17 Jahre Vorsitzender in Langen war, fort. 

Ferner stand Günther Krumm 10 Jahre an der Spitze des Gewerbevereins Langen, gehörte dem Vorstand des Bundesfachverbandes VAF (Telekommunikation) an und war 20 Jahre Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach. 

Sein Einstieg in die FDP begann recht unspektakulär, denn damals suchte die Partei eine in Langen anerkannte Person für einen Platz auf der Kommunalwahlliste der Freien Demokraten. Nach einer Bedenkzeit - Krumm nutzte eine vierwöchige Nordlandfahrt dazu - gab er sein «Ja-Wort». «Vor allem der Umstand, dass ich als kleiner Unternehmer die Möglichkeit bekam, kommunalpolitisch etwas zu bewegen, bestärkte mich in diesem Entschluss», erläuterte Günther Krumm. 

Nachdem die FDP dann 5,2 Prozent der Stimmen erhalten und damit die Fünf-Prozent-Hürde geschafft hatte, hielt Krumm sein Wort. «Das erste Jahr war gar nicht so einfach, vor allem wenn ich alleine und verlassen auf meinem Stuhl im Bauausschuss saß», schilderte der Jubilar die Realitäten der Kommunalpolitik. 

Eine schwere Herzoperation veranlasste Günther Krumm vom Jahr 2007 an, merklich kürzer zu treten. Doch auch heute kann er nicht nur zusehen, sondern mischt als stellvertretender Ortsvorsitzender seiner Partei wieder ein bisschen mit. Zu seinen besonderen Verdiensten gehören das Dreikönigstreffen und die Mitgliederentwicklung, die in den vergangenen drei Jahren ihren Höchststand erreicht hat. 

«Ich bereue nicht die vor 25 Jahren getroffene Entscheidung. Die ehrenamtliche Arbeit in der FDP hat - meistens - Spaß gemacht», schloss Günther Krumm, der zudem mit der Ebbelwoi-Daaf ein echter Langener geworden ist, seine mit großem Applaus bedachte Jubiläumsrede. 

von Leo Postl