Langen (fm) • Nicht nur von der Jungen Union kriegt Frieder Gebhardt (SPD) Zunder. Auch die FDP reiht sich in die Reihe ein, ­denen die Haushaltsrede ­des Rathauschefs aufgestoßen ist. „Die Botschaft des Bürgermeis­ters hat wenig glaubhafte Perspektive“, kritisiert Dieter Bahr. Gebhardt wi­derspreche sich selbst in Teilen seiner Rede, meint der Fraktionsvorsitzende der Liberalen.

Die geplante Umwand­lung der. brachliegenden Grundstücke an der Lie­bigstraße“ von einer at­traktiven Gewerbefläche hin zur Wohnbebauung habe Gebhardt unwider­sprochen hingenommen. „Wo also will er das Geld wieder reinholen, das durch den Einbruch der Gewerbsteuer in der Kasse fehlt?“, wundert sich Bahr. Gänzlich unverständlich ist für den FDP- Mann das „fiktive Horror-Szenario von einer Ver­sechsfachung der Grund­steuer B“, wie sie Gebhardt als Gedankenspiel in seiner Rede angestellt hatte. „Mit solchen Scheinrechnungen spaßt man nicht - da machen wir nicht mit. Da kann er seinen attraktiven Wohn­standort gleich verges­sen.“

Den Liberalen missfällt zudem die Absicht Gebhardts, jährlich zusätzlich 250000 Euro für Erziehe­rinnen ausgeben zu wol­len (wir berichteten).

Langener Zeitung vom 08.09.11