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„Würde alles noch mal so machen“

Langen - Seine Biographie liest sich wie eine Erfolgsstory, zahlreiche Auszeichnungen sprechen für sich: Günther Krumm ist nicht nur durch seine Arbeit als Kommunalpolitiker der FDP stadtbekannt geworden. Von Sina Gebhardt

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Günther Krumm heute

Auch durch die Gründung seiner Firma Krumm-Telekom hat er Langen bereichert. Heute feiert er den 80. Geburtstag und kann zufrieden auf sein ereignisreiches Leben zurückblicken.

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Günther Krumm (1948)

Silberne Ehrenplakette der Stadt Langen, Verdienstmedaille der Industrie- und Handelskammer Offenbach, Landesehrenbrief und etliche weitere Urkunden stapeln sich auf dem Tisch, legen Zeugnis ab von Günther Krumms vielseitigem Engagement. „Wenn man gesund ist und Erfolg hat, dann gehört es doch zur bürgerlichen Pflicht, etwas für die Allgemeinheit zu tun“, begründet der Jubilar mit einer Selbstverständlichkeit sein ehrenamtliches Wirken. Den Anfängen bei den Christlichen Pfadfindern sollten unter anderem eine achtjährige Tätigkeit als Handelsrichter in Darmstadt, zehn Jahre Vorsitz des Gewerbevereins und 17 Jahre Vorsitz des Stenografenvereins, in dem er seine Frau Irmgard kennenlernte, folgen.

In den Kriegswirren 1944 kam der gebürtige Darmstädter gezwungenermaßen nach Langen. Dass er hier Jahrzehnte später seine Kommunikationsfirma Krumm-Telekomm gründen würde, hätte er sich seinerzeit wohl nicht träumen lassen. Nach Fernmelder-Lehre und Studium der Elektrotechnik hatte Krumm eigentlich eine gute Stelle, aber: „Es kommt irgendwann der Punkt, an dem man sich im Beruf nicht weiter entfalten kann.“

Vom ersten Tag der Firmengründung an war Partnerin Irmgard unterstützend an seiner Seite. Sie weiß, warum ihr Mann als Unternehmer so erfolgreich war: „Er hat einen starken Willen und viel Durchsetzungsvermögen.“

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Günther Krumm als Unternehmer (1984)

Aus dem Berufsleben verabschiedete sich der geschäftsführende Gesellschafter im Jahr 2006. Er verkaufte seine Firma nach 35-jährigem Bestehen an die Euromicron AG, die mittlerweile nach Neu-Isenburg umgezogen ist. „Das tut mir leid für Langen, ich war sehr daran interessiert, dass das Unternehmen hier bleibt.“

Dass auch für den „Rentner Krumm“ Langeweile ein Fremdwort ist, wird alle, die ihn kennen, wenig überraschen. Die Pflege von Haus und Hof sowie Betreuung und Verwaltung seiner Immobilien nehmen den 80-Jährigen in Anspruch. Obendrein ist er bis heute in der FDP engagiert; er ist stellvertretender Vorsitzender der Langener Liberalen. Als Günther Krumm sich 2007 einer schweren Herzoperation unterziehen musste, hat er sich aus seinen ehrenamtlichen Aktivitäten stark zurückgezogen, um mehr Zeit mit seiner Frau zu verbringen: „Wenn das Leben am seidenen Faden hängt, setzt man sich neue Ziele und widmet sich mehr dem privaten Bereich“, bekennt das Geburtstagskind.

Ihre Abenteuer- und Reiselust haben sich Irmgard und Günther Krumm in ihrer mittlerweile weit mehr als 50-jährigen Ehe erhalten. Alle Kontinente haben sie gesehen – als passionierte Kreuzfahrer bevorzugt per Schiff. Sogar eine Schiffsreise in die Antarktis unternahmen die Weltenbummler.

Rückblickend hat Krumm das gute Gefühl, immer die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben. „Ich würde alles noch mal so machen“, resümiert er, ohne lange überlegen zu müssen. Ehefrau Irmgard, mit der er alle wichtigen Dinge des Lebens stets besprochen hat, bestätigt: „Ich habe auch nichts bereut.“ Und falls es eines letzten Beweises für Tatendrang à la Krumm bedurfte: Die nächste Urlaubsreise ist bereits in Planung. 2014 soll’s – natürlich – wieder eine nette Schiffsreise sein.

Langener Zeitung vom 09.11.13

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