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Blitzkarriere mit Treuebonus Ehrenmitgliedschaft für Dieter Bahr

Es war die Zeit, als auf den Trümmern des Dritten Reiches die Westzone entstand. Unter den Flüchtlingen, die aus Schlesien über die „Sowjetisch besetzte Zone" meist mit unbekanntem Ziel in den Westen flohen, war der Zweijährige Dieter Bahr, den es mit seinen Eltern über Niedersachsen und Bayern nach Hessen trieb. Schließlich wurde er in Langen heimisch.

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Mit 18 von dem US-Präsidenten John F. Kennedy beeindruckt, interessierte er sich für die Politik und fand in seiner neuen Heimat einen idealen Standort für sein Studium in Darmstadt, in der die Uni noch Technische Hochschule hieß, man unter LSD kein Rauschgift verstand, sondern den Liberalen Studentenbund Deutschlands und die jungen Liberalen noch als Deutsche Jungdemokraten auftraten. Jene, gefördert von Oswald Kohut, dem bisher einzigen FDP-Bundestagsabgeordneten aus der Offenbacher Kante, machten mächtig Dampf in dem ersten Ortsverband des Kreises und so fand sich der Student schnell im Ortsvorstand und auf der Kandidatenliste zur Kommunalwahl wieder. Als Nachrücker übernahm er 1969 den Fraktionsvorsitz und blieb es unangefochten 43 Jahre lang. „Das waren immerhin neun Wahlperioden", blickt Dieter Bahr zurück.

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Er arbeitete im Landesfachausschuss Umwelt mit, saß vier Jahre im Kreistag und kandidierte zweimal (1970 und 1974) für den Landtag. Der Allrounder kümmerte sich um Soziales, Sport und Kultur, sowie mit ebenso großer Sachkenntnis um die Finanzen.

Man muß nicht - wie der Jubilar - Diplom-Mathematiker sein, um zu erkennen, dass in dieser ungewöhnlichen Aufzählung ein paar Jahre fehlen, in denen die Liberalen (wie andernorts auch) an der 5%-Klausel scheiterten. Dass Beharrlichkeit zum Ziel führt, zeigt sein erfolgreicher Kampf um den Erhalt der Langener Altstadt.

Über einen Artikel, der seine Verdienste würdigte, schrieb die Frankfurter Neue Presse „Ein Leben für die Liberalen". Dieser Laudatio über das zweite Ehrenmitglied unseres Kreisverbandes ist wohl nichts hinzuzufügen. ni.

aus Liberale Akzente, Ausgabe 1/2013

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KRK