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Langen (DZ/hs) – Die im Zuge der Vorstellung des defizitären Nachtragshaushalts für dieses Jahr und des ebenfalls tiefrote Zahlen aufweisenden Etat-Entwurfs für 2012 von Bürgermeister Frieder Gebhardt getätigte Feststellung, dass die Entwicklung attraktiver Gewerbeflächen höchste Priorität genießen müsse, um die finanzielle Situation Langens nachhaltig zu verbessern, kann die FDP nicht nachvollziehen. Schließlich habe Gebhardt die geplante Umwandlung der Gewerbeflächen entlang der Liebigstraße in ein Wohngebiet unwidersprochen hingenommen, kritisiert Dieter Bahr. Gleichzeitig moniert der FDP-Fraktionsvorsitzende, dass es der Rathaus-Boss mit dem Sparen wohl nicht so ernst nehme, wenn er die Vergütung der Erzieherinnen anheben wolle. „Wird das zu einer dauerhaften Spirale?“, fragt sich Bahr, wohl wissend, dass sich Langen in einem harten Wettbewerb mit anderen Kommunen um qualifiziertes Personal befinde. Dennoch müsse die Stadt die durch die fatale Schieflage des Etats zwangsläufig gegebene „Chance zum Umdenken“ phantasievoller nutzen, meint der Frontmann der Liberalen. Mit scharfer Kritik hat auch die örtliche Junge Union (JU) auf die Ausführungen des Verwaltungsbosses reagiert. „Die Stadt hat wichtige Gewerbesteuerzahler wie etwa die Firma Brady an Nachbargemeinden verloren, weil man entsprechende Gewerbefreiflächen mit attraktiven Grundstückspreisen nicht anbieten wollte“, wirft JU-Boss Christian Gött dem Bürgermeister „persönliches Versagen bei der Wirtschaftsförderung“ vor. Dass Gebhardt erst jetzt erkenne, wie wichtig selbige für die Gesundung des Haushaltes ist, mache deutlich, so Gött, „dass die Fußstapfen von Amtsvorgänger Pitthan für Gebhardt zu groß sind“.

Dreieich Zeitung vom 15.09.11

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