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Eine Briese Landluft gab es schon, als sich die Reinheimer Liberalen am Samstag Nachmittag zu einer Besichtigung an der Biogas-Anlage an der B38 in Höhe von Georgenhausen trafen. Das hat sie allerdings nicht davon abgehalten, in den kommenden anderthalb Stunden mit großem Interesse den Ausführung von Herrn Thomas Vogt zu folgen.

Die meisten der Teilnehmer hatten die beiden grünen Faultürme unweit der Straße schon vorher als Biogasanlage identifiziert und waren neugierig auf weitere Informationen. Es seien eigentlich die ständig steigenden Energiekosten bei der Kräutertrocknungsanlage gewesen, die die Landwirte Thomas Vogt, Carsten und Carl-Gerd Graf, René Sander sowie Jörg Dressel dazu brachten, sich zusammen zu tun ,um nach alternativen Energiequellen Ausschau zu halten.

Die Biogas-Anlage, wie sie heute in Reinheim bewundert werden kann, passt absolut in die Landschaft ständig knapper werdenden Ressourcen. Es hört sich richtig gut an, dass Schweine-Gülle und Hühnermist, energetisch mit einer Beimischung von Körnergetreide "aufgenordet", in den Faultürmen von Methan "befreit" würden, um dann anschließend " fast " geruchlos, aber mit vollem Nährstoffgehalt auf die Felder verbracht zu werden. Der Strom wird von den - mit dem Methangas - betriebenen Motoren erzeugt und in das Stromnetz der HSE eingespeist. ("Hier wird eindrucksvoll demonstriert", murmelt einer der Teilnehmer, "wie aus Scheiße Geld gemacht wird!") . Die Vergütung ist im EEG (Energieeinspeisegesetz) für 20 Jahre garantiert. Seit allerjüngster Vergangenheit ist zusätzlich die Solaranlage auf den Trocknungshallen in Betrieb. Auch sie produziert Strom, der ins Netz geht.

Die Wärme für die Trocknung der Kräuter - ursprünglich ja der Anstoß für die Überlegungen zum Bau der Biogas-Anlage - wird durch die Abwärme der Motoren, jetzt eine Nebenprodukt, gewährleistet. Die für die Kräutertrocknung benötigte Halle wird zur Zeit noch von den Eigentümern "endgefertigt". Feierabend und Wochenende sind für sie zur Zeit Fremdwörter.

Trotzdem: Alles im allen eine rundum erfreuliche Erfolgsgeschichte, so Parlamentsmitglied Barbara von Saary. Reinheim könne stolz sein, so viel unternehmerische Initiative in seinen Grenzen zu wissen . Alexander Fülbert

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KRK