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Das Langener Mitglied des Landesfachauschußes für Umweltpolitik der FDP Hessen, Dieter Bahr, berichtet

Wärmegewinnung {Geothermie, Erdwärme, Solarthermie}
Die FDP Fraktion Langen besucht am 20.07.2006 das Geothermie-Projekt in Neuruppin.
Bereits 1991 hat die FDP Fraktion im Rahmen ihrer „Langener Begegnungen“ das Geothermie-Pilotprojekt der Stadtwerke in Neuruppin besucht. [mehr]

Neuruppin: Geothermie für Hotel- und Freizeitkomplex, Fernwärme für die Stadt
Nun wirdauch Neuruppin in Brandenburg zu einer geothermischen Stadt: In rund 1700 Metern Tiefe findet sich eine Schicht (Aquifer) mit 60 °C warmem, salzhaltigem Thermalwasser (Sole). Überlegungen und Aktivitäten, diese für eine umweltfreundliche und klimaschonende Wärmeversorgung einzusetzen, gibt es bereits seit den Achtziger Jahren. Nun wird es ernst: Im Jahr 2005 geht ein Hotel- und Freizeitkomplex in Betrieb, der die im Untergrund reichlich vorhandene geothermische Energie nutzen wird. Darüber hinaus soll auch das Fernwärmenetz der Stadtwerke von dieser sauberen Ressource profitieren. [mehr]

Der FDP-Bundesparteitag am 13.-14. Mai 2006 in Rostock beschließt in seinen Grundsätzen liberaler Umweltpolitik u.a.
Das bisher weitgehend ungenutzte Potenzial der Energieeinsparung in Gebäuden und der regenerativen Wärmegewinnung (etwa durch Solarthermie und Erdwärme) muss im Rahmen eines konsistenten energie- und klimapolitischen Gesamtkonzepts erschlossen werden.

Wie funktioniert eine thermische Solaranlage?
Herzstück einer thermischen Solaranlage ist der Kollektor. Ein Flachkollektor, die am weitesten verbreitete Bauform eines Kollektors, besteht aus einem selektiv beschichteten Absorber, der zur Absorption („Aufnahme") der einfallenden Sonnenstrahlung und ihrer Umwandlung in Wärme dient. Zur Minimierung von thermischen Verlusten wird dieser Absorber in einen wärmegedämmten Kasten mit transparenter Abdeckung (meistens Glas) eingebettet. [mehr]

Stromerzeugung – Speichertechnologien {Biomasse, Erdwärme, Wasserstoff, Brennstoffzellen}
Der FDP-Bundesparteitag am 13.-14. Mai 2006 in Rostock beschließt in seinen Grundsätzen liberaler Umweltpolitik u.a.

Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sind Biomasse, Erdwärme und Wasserkraft grundlastfähig. Die technische Entwicklung von Speichertechnologien kann auch den anderen erneuerbaren Energien eine große Zukunftschance eröffnen. Auch Kombinationen von Windkraft- und Biomasse-Anlagen stellen Optionen dar, um die Netzstabilität zu erreichen.Hannover Messe vom 24. bis 28. April 2006
Universität Kassel präsentiert neue Technologien der Biomassevergasung.
Diese Entwicklung trägt dem Bedarf nach Anlagen zur Stromerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen Rechnung. Bisher musste bei solchen Vergasungsanlagen ein erheblicher technischer und wirtschaftlicher Aufwand getrieben werden, um das Gas aufzubereiten. Dieser neue Biomassevergaser, eine Kombination aus herkömmlicher, erprobter Anlagentechnik, produziert ein hochwertiges, nahezu teerfreies Brenngas mit ca. 50 % Wasserstoff, welches zur direkten Stromerzeugung in Motoren und Turbinen geeignet ist. Durch das Verfahren wird sowohl die Gasreinigung minimiert, als auch der Anlagenaufbau wesentlich vereinfacht. Es können sämtliche nachwachsende Rohstoffe vergast werden, die in einer schüttfähigen Form vorliegen. Darüber hinaus sind aber auch tierische Abfälle, Klär- und Faulschlämme, pflanzliche- und tierische Fette einsetzbar. Das System ist somit von der notwendigen Qualität der Ausgangstoffe sehr anspruchslos und zuverlässig. Das Verfahren stammt vom Fachbereich Maschinenbau, Institut für Thermische Energietechnik (Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Klose). [mehr]

Kernbrennstoffe - Transmutation
Der FDP-Bundesparteitag am 13.-14. Mai 2006 in Rostock beschließt in seinen Grundsätzen liberaler Umweltpolitik u.a.

Die Forschung im Bereich der Kernenergie ist auch im Blick auf den internationalen Einsatz der Technologie zur Entwicklung in sich sicherer Reaktorgenerationen sowie hinsichtlich der Endlagerung und Behandlung der Abfälle (z. B. durch Transmutation) fortzuführen.

Das „offene Forum der Landesfachausschüsse“ tagte am 25.02.2006 zum Thema „Energiewirtschaft“ mit einem Schwerpunkt auf Transmutation.

Die Forschung zur so genannten Transmutation abgebrannter Kernbrennstäbe, die europaweit betrieben wird, sei zu fördern und zu beschleunigen. Dadurch könne die Strahlungsdauer atomaren Abfalls nach Expertenschätzungen auf ein Tausendstel der sonst zu erwartenden Dauer reduziert werden. [mehr]

Biomasse {Wasserstoff}
Das „offene Forum der Landesfachausschüsse“ tagt am 10.06.2006 zum Thema Biomasse.

Der FDP-Bundesparteitag am 13.-14. Mai 2006 in Rostock beschließt in seinen Grundsätzen liberaler Umweltpolitik u.a.

Zu den Speichertechnologien für erneuerbare Energien gehört auch die Wasserstoff-Technologie, die beispielsweise kombiniert mit der Anwendung in Brennstoffzellen Potenziale für emissionsfreie Heizungen oder Fahrzeuge bietet.

Das „offene Forum der Landesfachausschüsse“ tagte am 25.02.2006 zum Thema „Energiewirtschaft“ mit einem Schwerpunkt auf Bio-Wasserstoff.

Die so genannte "grüne Wasserstoffwirtschaft" ist eine ressourcenschonende und zugleich CO2-neutrale Form der Energiegewinnung. Sie beruht auf Biomasse als Rohstoff und nutzt eine seit langem bekannte Technologie. [mehr]

Erderwärmung
Der LFA Umweltpolitik fasst seine bisherige Arbeit zum Thema "Erderwärmung" am 12.03.2005 in folgendem Bericht zusammen:

Beschluss über die Zukunft der Klimapolitik
Der hessische Landesfachausschuss Umweltpolitik hat im November 2003 die Einrichtung des Arbeitskreises "Erderwärmung" beschlossen. Er hat mit vielen Fachleuten gesprochen und sehr viel Information gesammelt und ausgetauscht. Zum Teil arbeiteten auch interessierte FDP-Mitglieder aus anderen Landesverbänden mit. [mehr]

Zur Klimapolitik wurde am 22.11.2003 folgender Antrag beschlossen:

"Der LFA Umweltpolitik richtet eine Arbeitsgruppe ein - bevorzugt aus interessierten Naturwissenschaftlern - mit der Aufgabe, alle Erderwärmungsfakten zu benennen und zu gewichten. Dabei sollen neben dem gasförmigen Kohlendioxid, sowohl gasförmiges Wasser als auch Wolken, Farbänderungen infolge Bebauung, Abwärme infolge Nutzung fossiler Brennstoffe und so weiter berücksichtig

Stromversorgung
Die Fachgremien, LFA Umweltpolitik und LFA Forschung, Energie und Technik haben in ihrer gemeinsamen Sitzung am 29.01.2005 folgendes Positionspapier verabschiedet:

Beschluss über die Versorgung mit elektrischer Energie
Es fehlen klare Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Stromversorgung, welche die Verwirklichung der gleichrangigen Ziele Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit sowie Umwelt- und Sozialverträglichkeit bedingen. Nachhaltigkeit bei der Versorgung mit elektrischer Energie ist erst gegeben, wenn die oben genannten Bedingungen realisiert sind, d.h. auch Markt und Wettbewerb müssen wieder greifen. Staatliche Regulierungen und Subventionen müssen eingedämmt, Diskriminierungen abgebaut werden. [mehr]


Artikel der Langener Zeitung vom 08.11.2006:

Erdwärme-Kraftwerke als Option für die Region:
Störungszonen als Trumpf

Langen (DZ/hs) – Wenn von erneubaren Energien die Rede ist, geht der Blick meist nach oben. Klar, denn die Sonne und der Wind werden schon seit geraumer Zeit mit Hilfe von Photovoltaikanlagen oder Windkraftwerken angezapft und (in bescheidenem Rahmen) als Alternativen zur Verfeuerung fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas oder Kohle genutzt. Doch es gibt noch ein anderes, ebenfalls schier unerschöpfliches Energiereservoir, das bis dato allerdings für die Wärme- und Stromgewinnung unter umweltfreundlichen Maßstäben fast keine Rolle spielt: die Erdwärme.
Dabei ist gerade die hiesige Region für die Errichtung geothermischer Kraftwerke bestens geeignet. „Der Oberrheingraben zwischen Basel und Frankfurt ist ein anormal heißes Gebiet, und die Gegend um Langen liegt im Fadenkreuz zweier so genannter Störungszonen“, sagte Dr. Peter Ruhm am Montagabend. Solche Zonen sind laut dem Generalbevollmächtigten der Firma „Everlasting Geo-Energies“ (EGE), der auf Einladung der Langener FDP über die Realisierbarkeit von Erdwärme-Kraftwerken vor Ort referierte, „durch ein hohes Wasseraufkommen und die notwendige Durchlässigkeit“ gekennzeichnet.
Deshalb habe sein Unternehmen ein Genehmigungsfeld beantragt und von den Behörden auch schon zugeteilt bekommen, das den Westen des Kreises Offenbach, weite Teile des Kreises Groß-Gerau sowie das Gebiet des Frankfurter Flughafens umfasst und in dem möglichst bald Probebohrungen durchgeführt werden sollen. Hierfür sind das Gelände der ehemaligen US-Air Base am Rhein-Main-Airport (die Erdwärme soll möglicherweise für das Terminal 3 genutzt werden), das Gehspitz-Areal in Neu-Isenburg und die Dreieicher Ro stadt ausgedeutet worden.
Erste seismische Untersuchungen sowie bereits durchgeführte Bohrungen (nach Erdöl und Erdgas) hätten ergeben, dass der Aufbau des regionalen Untergrundes, wo Sedimente wie das Rotliegende wie eine „Thermodecke“ wirkten und die Wärme stauten, bestens für die Realisierung dieser Pläne geeignet sei. Zudem ließen die Gegebenheiten die Vermutung zu, „dass in 1.000 Meter Tiefe etwa 65 und in 3.000 Metern rund 150 Grad herrschen“, betonte der Geologe Wolfgang Herr, der Ruhms Ausführungen ergänzte.
Solche Temperaturen sind nach Angaben der beiden Experten das Minimum für die Wärme- beziehungsweise Stromgewinnung aus dem Inneren unseres Planeten und ebenso eine Grundvoraussetzung für den Bau von Geothermie-Anlagen wie ein ausreichend großes Wasserreservoir. „Das haben wir hier ganz sicher, zumal man die Bohrungen ja auch noch zur Seite oder weiter in die Tiefe treiben kann“, erklärte Ruhm. Allerdings stellten die Bohrungen den größten Kostenfaktor bei der Nutzung der Erdwärme dar, sprach der EGE-Vertreter von einem finanziellen Aufwand von etwa einer Million Euro pro Bohrloch.
Dennoch rechne sich der Bau eines geothermischen Kraftwerks nach Angaben Herrs, der die Stromerzeugungskosten der für den Flughafen geplanten, etwa 20 Millionen Euro teuren Anlage in den ersten Jahren auf zwei Cent je Kilowattstunde bezifferte. „Spätestens nach zehn Jahren hat sich dieses Kraftwerk amortisiert, und dann werden nur noch 0,5 bis 0,7 Cent je Kilowattstunde fällig“, so der Geologe, für den deshalb feststeht, „dass Ökologisches durchaus wirtschaftlich sein darf“.
Wie aber funktioniert denn nun die Nutzung der Erdwärme konkret? Relativ einfach, wenn man Dr. Peter Ruhm Glauben schenken darf: „Das heiße Wasser wird über zwei Förderbohrlöcher aus der Tiefe geholt, dann im Kraftwerk daraus Wärme und Strom gewonnen und das Wasser danach über eine weitere Leitung wieder in die Erde gepresst.“ Auf diese Weise könne ein Reservoir mindestens 30 Jahre lang genutzt werden – und zwar von mehreren Kraftwerken auf einmal. Erst dann sei das unterirdische Nass abgekühlt und die Bohrung müss te wie bereits erwähnt vertieft oder seitwärts vorangetrieben werden. Im Übrigen könne die Geothermie nicht nur für Großprojekte wie das Terminal 3 des Flughafens, sondern auch für kleinere Objekte genutzt werden, nannte Ruhm als Beispiel das „Miramar“-Wellenbad in Weinheim. Und da auch die Stadtwerke in Langen – wie auch die entsprechenden Versorgungsunternehmen in Dreieich und Neu-Isenburg – nach Angaben des EGE-Mannes „an der Materie hochinteressiert sind“, wollte der FDP-Fraktionsboss Dieter Bahr gerne wissen, ob die geothermische Versorgung der örtlichen Stadthalle realistisch wäre, die ab Mai 2008 im großen Stil saniert und umgebaut werden soll. Prinzipiell sei dies durchaus möglich, versicherte Ruhm, doch würden sicherlich dreieinhalb Jahre ins Land gehen, ehe ein solches Werk in Betrieb genommen werden könnte. Und da kommunalpolitische Entscheidungsträger nicht unbedingt für schnelle und visionäre Entscheidungen bekannt sind und ein solches Projekt auch nicht aus der Portokasse finanziert werden kann, scheint es doch eher unwahrscheinlich, dass Langens „Gud Stubb“ in absehbarer Zeit mit Wärme aus den Tiefen der Erde auf Betriebstemperatur gebracht wird.


Artikel der Langener Zeitung vom 01.05.2008:

Erdwärme-Kraftwerk am Langener Waldsee?

Langen (fm) - Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend, aber noch nicht so eindeutig, dass es für eine Erfolgsmeldung reicht. Möglicherweise kommt das Areal um den Langener Waldsee für ein Geothermie-Kraftwerk in Frage. Die Hoffnung gründet auf ersten Probebohrungen durch die Everlasting Geo-Energies GmbH aus der Nähe von Kassel. Deren Geschäftsführer Dr. Peter Ruhm, dereinst Prokurist bei der am See ansässigen Firma Sehring, sieht gute Chancen für ein solches Projekt. Die Geothermie zählt zu den regenerativen Energien. Wenn die in der Erdkruste bis zu einer Tiefe von drei Kilometern gespeicherte Wärme an die Oberfläche gefördert wird, kann sie zum Heizen und zur Erzeugung von Strom genutzt werden. Im nördlichsten Bereich des Oberrheingrabens, in dem Langen liegt, gibt es zum Teil sehr hohe Temperaturen im Untergrund und damit günstige Bedingungen.
Um die Möglichkeiten auszuloten, hatte die Everlasting Geo-Energies auf der Westseite der Kiesgrube Probebohrungen angestellt. Sie erreichten eine Tiefe von gut hundert Metern. Die Auswertung ist nach Ruhms Worten noch nicht vollständig abgeschlossen. Die bisherigen Erkenntnisse ließen aber schon jetzt "auf gute bis sehr gute Voraussetzungen für ein Geothermiekraftwerk in dem Gebiet schließen". Nächster Erkundungsschritt seien seismische Untersuchungen mit Schallwellen bis in eine Tiefe von 3 500 Meter.
An der Finanzierung der Probebohrungen beteiligten sich die Langener Stadtwerke. Das Unternehmen will, wie Direktor Manfred Pusdrowski sagte, sein Engagement bei der Einführung fortschrittlicher Energieerzeugungs- und Anwendungstechniken verstärken. Als Hauptziele nennt er den Ausbau regenerativer Energiequellen und die Entwicklung von Strategien zur Verringerung des Schadstoffausstoßes. "Wir können hier bereits schöne Erfolge vorweisen wie unsere Blockheizkraftwerke, unsere Erdgas tankstelle oder unsere Förderprogramme für die Heizungsmodernisierung. Wir wollen aber noch mehr tun und sind deshalb bereit, in sinnvolle energietechnische Vorhaben zu investieren", kündigte Pusdrowski an.

Ihr Bundestagskandidat

KRK