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FraktionInformationsforenRede zum Haushalt 2007UmweltpolitikWohin geht es mit unseren Müllgebühren? |
Innovative TechnologienFrankfurter Neue Presse 06.04.2005Die Müllschleusen sparen pro Jahr 15 000 Euro Gebühren einLangen. Müllschleusen können viel bewirken. In zehn Langener Wohnanlagen ist das Restmüllaufkommen im ersten Jahr nach Einführung der virtuellen Tonnen im Durchschnitt um 40 Prozent gesunken, so die Kommunalen Betriebe Langen (KBL) . Die Freude über die gute Bilanz ist groß. Ähnlich dürfte es den 1121 Bewohnern gehen. Denn für sie bieten die Müllschleusen die Chance, Gebühren zu sparen. Nach dem vorliegenden Ergebnis haben sie in 2004 zusammen etwa 15 000 Euro weniger bezahlt. Möglich wurde dies durch Abfallvermeidung- und -trennung in Kombination mit der individuellen Abrechnungsmethode. Während in Großwohnanlagen Gemeinschaftstonnen bereitstehen, in die der Müll ohne Limit eingeworfen wird, schieben die Müllschleusen diesem Verhalten einen Riegel vor. Jeder Bewohner erhält eine Chipkarte, mit der sich am Container eine Lade öffnen lässt. Sie ist für ein Volumen von 5 bis 15 Liter Müll ausgelegt. Der Einwurf wird registriert und dem Haushalt zugeordnet. Zum Jahresende zeigt sich, ob das 15 Liter-Mindest-Abfallaufkommen, das in Langen pro Einwohner und Woche gilt und auf jeden Fall in Rechnung gestellt wird, eingehalten oder überschritten wurde. Letzteres ist in den Wohnanlagen mit Müllschleusen nur bei acht Haushalten vorgekommen. Sie haben bei der Leistungsgebühr eine Nachzahlung . Alle anderen lagen unter dem Mindestvolumen, sagt KBL-Betriebsleiter Manfred Pusdrowski. Insgesamt ist die Restmüllmenge in den Wohnanlagen um 500 000 Liter gesunken. Das macht pro Bürger und Woche neun Liter. Weil die Bewohner verstärkt trennen, haben die KBL 33 Großcontainer für Altpapier und Verpackungsabfälle neu aufgestellt. Die Nutzer von Müllschleusen sind in der gleichen Situation wie Haushalte mit realen Einzelbehältern, so Pusdrowski. Wer gewissenhaft trennt und Abfall vermeidet, muss weniger bezahlen als derjenige, der viel Müll entsorgt. Ohne Müllschleuse können Mieter oder Eigentümer in Wohnanlagen hingegen keine finanzielle Belohnung erwarten, wenn sie sich am Mindest-Abfallaufkommen orientieren. Denn die Gebühren werden nicht nach der Menge, sondern nach Quadratmetern Wohnfläche oder nach den Eigentumsanteilen berechnet. Inzwischen liegen den KBL weitere Anträge von Hausverwaltungen vor, die Schleusen einführen wollen. Pusdrowski rechnet damit, dass in 2005 sechs bis zehn Objekte bestückt werden. «Mehr werden wir wegen des Aufwandes in der Einführungszeit nicht leisten können», sagt der KBL-Chef. Voraussetzung für die Einführung der Schleusen ist, dass Bewohner, Hausmeister und Verwaltung hinter dem Projekt stehen. Negatives, wie eine verstärkte Verschmutzung der Container für Altpapier oder Verpackungsabfälle, habe es bisher nicht gegeben. Die Einführung der Schleusen ist eine Folge der seit 2003 geltenden Satzung. Es wurde vom Personenmaßstab auf eine Kombination aus Grund- und Leistungsgebühr umgestellt, um den finanziellen Anreiz zur Müllvermeidung und -trennung zu verbessern. Damit dies auch in Großwohnanlagen gelten kann, kam die Möglichkeit von Müllschleusen hinzu. Langener Zeitung 14.03.2005Mit der Müllschleuse spart (fast) jederBewohner von Großwohnanlagen zahlen beim Einsatz der elektronisch kontrollierten Abfallschlucker weniger Gebühren Langen (ble) - Wenn das kein Votum für den Einsatz von Müllschleusen ist: In zehn Langener Wohnanlagen ist im ersten Jahr nach Einführung der elektronisch kontrollierten Abfallschlucker das Restmüllaufkommen im Durchschnitt um 40 Prozent gesunken. Diese Statistik haben jetzt die Kommunalen Betriebe (KBL) veröffentlich - und Betriebsleiter Manfred Pusdrowski freut sich über die gute Bilanz. Ähnlich dürfte es den 1 121 Bewohnern gehen, die in den Wohnanlagen leben. Denn für sie bieten die Müllschleusen die Chance, Gebühren zu sparen. Nach dem jetzt vorliegenden Ergebnis haben sie im Jahr 2004 zusammen etwa 15 000 Euro weniger bezahlt. Möglich wurde dies durch Abfallvermeidung und -trennung in Kombination mit der individuellen Abrechnungsmethode. Üblicherweise stehen in Großwohnanlagen Gemeinschaftstonnen bereit - jeder Bewohner kann ohne Limit Abfall einwerfen. Der eine nutzt die Tonnen mehr, der andere weniger, aber alle zahlen gleich viel. Dem schieben die Müllschleusen einen Riegel vor. Jeder Bewohner erhält eine Chipkarte, durch die sich am Container eine Lade öffnen lässt. Sie ist für ein Volumen von fünf bis 15 Liter Müll ausgelegt. Jeder Einwurf wird registriert und dem jeweiligen Haushalt zugeordnet. Zum Jahresende zeigt sich dann, ob das 15 Liter-Mindestabfallaufkommen (das in Langen pro Person und Woche gilt und auf jeden Fall in Rechnung gestellt wird) eingehalten oder überschritten wurde. Letzteres ist in den zehn Wohnanlagen mit Müllschleusen bei gerade mal acht Haushalten vorgekommen. Sie müssen jetzt bei der Leistungsgebühr eine Nachzahlung leisten. Alle anderen lagen unter dem Mindestvolumen, wie Pusdrowski mitteilte. Insgesamt sei die Restmüllmenge in den beteiligten Wohnanlagen um 500 000 Liter gesunken. Das macht pro Kopf und Woche neun Liter. Weil die Bewohner ihren Abfall verstärkt trennen, haben KBL 33 Großcontainer für Altpapier und Verpackungsabfälle neu aufgestellt. "Die Nutzer von Müllschleusen sind in der gleichen Situation wie Haushalte mit eigenen Tonnen", betont Pusdrowski: "Wer gewissenhaft trennt und Abfall vermeidet, bezahlt weniger als derjenige, der viel Müll entsorgt." Ohne Müllschleuse könnten Mieter oder Eigentümer in Wohnanlagen hingegen keine finanzielle Belohnung erwarten, wenn sie sich am Mindestabfallaufkommen orientieren. Denn die Gebühren werden nicht nach der Abfallmenge, sondern nach Quadratmetern Wohnfläche oder nach den Eigentumsanteilen berechnet. Zum Teil bleibt auch unberücksichtigt, ob ein, zwei oder mehr Personen in der Wohnung leben. Inzwischen liegen den Kommunalen Betrieben weitere Anträge von Hausverwaltungen vor, die Müllschleusen einführen wollen. Pusdrowski rechnet damit, dass in diesem Jahr sechs bis zehn Objekte damit bestückt werden können. "Mehr werden wir wegen des Betreuungsaufwandes in der Einführungszeit nicht leisten können", so der KBL-Chef. Voraussetzung für die Einführung der Schleusen sei, dass sowohl Bewohner als auch Hausmeister und Hausverwaltung hinter dem Projekt stünden. Negative Begleiterscheinungen wie eine verstärkte Verschmutzung der Container für Altpapier oder Verpackungsabfälle habe es bisher nicht gegeben. Frankfurter Neue Presse 11.03.2003Müllschleuse sorgt für GerechtigkeitVon Manfred Wawra Langen. Die Langener FDP hat nach der ausgiebigen Parlamentsdebatte zur Langener Abfallsatzung als noch offene Frage die "gerechte Erfassung" von Abfallmengen in Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen aufgegriffen. Dabei stieß FDP-Fraktionsvorsitzender Dieter Bahr im FDP-Landesfachausschuss für Umweltpolitik auf die so genannte "Müllschleuse" für Großcontainer. Diese Schleuse bewähre sich bereits im Kreis Darmstadt-Dieburg. Bahr hat an Stadtwerke-Chef Manfred Pusdrowski geschrieben und will wissen, ob diese Müllschleuse auch für Langen ein gangbarer Weg wäre. Pusdrowski hat nun dem Freidemokraten geantwortet und meint: "Die Müllschleuse ist ein interessanter Ansatz, den wir auch für Langen prüfen wollen." Eine Prüfungsgruppe bei den Stadtwerken werde das Thema nun aufgreifen. Laut Pressemeldungen aus den Kommunen, in denen die in Fachkreisen auch "Zittauer Müllschleuse" genannte Einrichtung verwendet wird, würden die Restmüllmengen um bis zu 70 Prozent gesenkt. Wie funktioniert die Schleuse? Die Müllcontainer können bei diesem System nur mit einer elektronischen Chipkarte geöffnet werden, die an die Bewohner ausgegeben wird. Der Mülltourismus kann dadurch weitgehend eingeschränkt werden, weil die Leute ihren Müll nicht mehr einfach so in "fremden Revieren versenken" können. Allerdings sei man nicht davor gefeit, so Pusdrowski, dass weiterhin heimlich Müllbeutel abgestellt würden. Ein weiterer positiver Effekt sei, dass die Schleuse zu den Müllcontainern so ausgelegt sei, dass keine Stühle oder TV-Geräte mehr durchpassen. Dieser Müll wandert so auf den Betriebshof oder auf den Sperrmüll. In einer weiteren Ausbaustufe des Systems könne auch mehr Gebührengerechtigkeit erzielt werden, indem jeder Nutzer eine Code-Nummer erhält und danach die abgeworfenen Müllmengen einem jeden Haushalt zugerechnet werden können. |
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